DEUTSCH CHINESISCHE GESELLSCHAFT erinnert an 50 Jahre KONTAKT mit CHINA durch Franz Josef STRAUß

Der Sohn von Franz Josef Strauß, Max Strauß, war am Freitag, den 28. November zu dem schon traditionellen jährlichen Deutsch Chinesischen Abend vom Vorsitzenden der Gesellschaft, Bernd Einmeier, eingeladen, um über die Reise seines Vaters nach China zu berichten.

Wie Max Strauß erzählte, war es ein politisch bedeutender Besuch, bei dem sein Vater auch den Vorsitzenden Mao Zedong traf. Das Treffen fand im Januar 1975 statt (vom 12. bis 24. Januar). Dieser Besuch war für die damalige Zeit, vor anderen hochrangigen deutschen Politikern wie Walter Scheel, Hans-Dietrich Genscher oder Helmut Kohl, ein diplomatischer Erfolg und erregte großes mediales Aufsehen.

Die Zusammenkunft von dem bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß mit Mao Zedong war eigentlich nicht vorgesehen. Eine Delegation, von Franz Josef Strauß angeführt, war nur nach China gereist um politische wie wirtschaftliche Kontakte zu knüpfen.

Franz Josef Strauß, obwohl als Prototyp des Antikommunisten geltend, gelang es trotzdem mit kommunistischen Herrschern ins Gespräch zu kommen und Grundlagen für politische Beziehungen zu legen, die noch Jahrzehnte später wirksam sind.

„Es mag verwegen klingen, aber die CSU besaß im Zeitalter der Ost-West-Konfrontation ein gemeinsames strategisches Ziel mit der Kommunistischen Partei der Volksrepublik China  – die Begrenzung der weltpolitischen Machtexpansion der Sowjetunion. Diese Gemeinsamkeit, die zu Beginn der 1970er-Jahre im beiderseitigen Interesse einer Vertiefung der Kontakte Ausdruck fand, mündete u.a. im Januar 1975 in einer denkwürdigen Reise von Franz Josef Strauß ins „Reich der Mitte“ (Reinhard Meier-Walser).

 

Der Vorstandsvorsitzende Bernd Einmeier bedankte sich bei Max Strauß recht herzlich für seine ausführlichen Informationen zum Thema Franz Josef Strauß und seine Kontaktaufnahme mit Chinas politischen Führern. Sein großer Dank galt auch den Mitwirkenden Sängerinnen und Sängern, die mit chinesischen wie auch deutschen Liedern zur Unterhaltung der vielen Besucher beitrugen.

Lobend zu erwähnen sei auch die phantastische Verköstigung durch das Team von Puelin Lim, der Chefin des Hauses, Restaurant Chan. Es wurden köstliche Speisen aus diversen Kantonen Chinas gereicht.

Die Deutsch-Chinesische Gesellschaft ist ein Zusammenschluss von Bürgern, Unternehmen und Institutionen zur Förderung der deutsch-chinesischen Völkerverständigung.

-hjl-

 

Fotos: h.j.lodermeier

 

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