Landtagsabgeordnete Mia Goller würdigt Initiativen der HAW Landshut im medizinischen Bereich
Landshut. Wie kann die medizinische Versorgung im ländlichen Raum langfristig gesichert und zugleich qualitativ weiterentwickelt werden? Mit dieser zentralen Frage befasste sich die Landtagsabgeordnete Mia Goller (Bündnis 90/Die Grünen) im Gespräch mit Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Michaela Wirtz an der Hochschule Landshut.
Aus Sicht der Abgeordneten ist klar: Strukturelle Veränderungen in der Krankenhauslandschaft seien notwendig, reichten für sich genommen aber nicht aus. „Die Fusion der Krankenhäuser in der Region Landshut beispielsweise war richtig und wichtig“, betonte Goller. „Aber sie allein garantiert noch keine gute Versorgung. Entscheidend ist, dass die Menschen – gerade im ländlichen Raum – auch künftig eine hochwertige stationäre medizinische Betreuung vorfinden.“
Eine zentrale Rolle komme dabei der Ausbildung von Fachkräften zu. Goller würdigte die entsprechenden Initiativen der Hochschule Landshut: „Hier wird sehr gute und vorausschauende Arbeit geleistet. Die Hochschule trägt ganz konkret dazu bei, dass die medizinische Versorgung in der Region langfristig stabil bleibt.“ Besonders der gezielte Ausbau der gesundheitsbezogenen Studiengänge sei aus ihrer Sicht ein wichtiger Baustein, um dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen.
Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Michaela Wirtz unterstrich die Position der Hochschule, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen. „Der Ausbau der Gesundheitsberufe ist für uns von zentraler Bedeutung“, erklärte sie. Neben der Medizintechnik habe man in den vergangenen Jahren gezielt neue Studienangebote geschaffen, die auf aktuelle und künftige Bedarfe reagieren. Dazu zählen unter anderem die akademische Hebammenausbildung sowie der Studiengang „Physician Assistant“.
Gerade neue medizinische Berufsbilder seien ein wichtiger Teil moderner Versorgungskonzepte, so Wirtz weiter: „Der Physician Assistant kann eine wichtige Lücke zwischen ärztlicher Tätigkeit und Patientenversorgung schließen. Telemedizin ist ebenfalls ein wichtiger Ansatz. Zudem braucht es aber auch gut ausgebildete Menschen vor Ort.“ Moderne
Ausbildungsbedingungen wie das gut ausgestattete Simulationszentrum, in dem Routine- wie auch Notfallsituationen realitätsnah trainiert werden können, seien dafür unverzichtbar.
Ausdrücklich lobte Mia Goller die enge Kooperation der Hochschule mit den LA- Regio Kliniken. Sie komme nicht nur der Ausbildung zugute, sondern letztlich auch den Patientinnen und Patienten in Stadt und Landkreis.
Abschließend betonte Hochschulpräsidentin Wirtz, dass Innovation, Nachhaltigkeit und Transformation die großen Herausforderungen unserer Zeit seien: „Als Hochschule wollen wir hier Impulse geben und den Dialog mit Politik, Praxis und Gesellschaft aktiv gestalten.“ Mia Goller zeigte sich interessiert am weiteren Austausch: „Der enge Kontakt mit der Hochschule mit der Politik dient einer guten Zusammenarbeit ebenso wie einer sinnvollen Entwicklung von Perspektiven der medizinischen Versorgung.“
Bildbeschreibung v.l.n.r. Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Michaela Wirtz, Landtagsabgeordnete Mia Goller, Mitarbeiterin Hedwig Borgmann
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Hochschule Landshut