STAHLSKULPTUR mit dem Titel „WOGE/WELLE“ überzeugte

…bei Wettbewerb zur Kunst am Bau für die neue Flussmeisterstelle Straubing

Die Stahlskulptur mit dem Titel „Woge/Welle“ von Clemens Hutter aus Hohenberg an der Eger (Landkreis Wunsiedel) wird den Neubau der Flussmeisterstelle Straubing zieren. Das entschied das Preisgericht am Ende des Wettbewerbs zur Kunst am Bau einstimmig. Der Neubau der Flussmeisterstelle im Gewerbepark Alburg soll im Juli 2027 in Betrieb gehen.

Hutter betont in seiner Stahlskulptur die zerstörerische Kraft des Wassers, minimalistisch stilisiert in Form einer hohen Welle. Dieses entsteht nicht durch die Hand des Künstlers, sondern vor allem durch die Kraft des Wassers selbst. Dazu wird Hutter Gruppen von jeweils drei hohlen Stahlquadern mit Wasser füllen und mehrmals einfrieren, wodurch sie sich verformen und sogar gesprengt werden. „Durch die Wölbungen drücken sich die Quader, die nur an einer Kante verbunden sind, voneinander weg und biegen sich zur Welle“, erklärt Hutter. Wenn das Eis aufgetaut ist, werden die insgesamt neun Stahlquader verbunden und auf einem Betonfundament verschraubt.

Wasser hat immense Kräfte, doch meist denkt man laut des Stahlbildhauers zuerst an fließendes Wasser – etwa, wenn es Autos davonträgt oder Häuser einreißt. Aber es kann eben noch mehr. Wenn es abkühlt und zu Eis gefriert, dehnt es sich aus. Nichts hält dem so einfach stand – auch nicht Stahl. Es werden zerstörerische Kräfte frei, die Hutter mit seiner Skulptur einfangen möchte.

Die Stahlskulptur wird ihren Platz auf einer Grünfläche neben der Zufahrt der als Vierseithof angelegten Flussmeisterstelle finden. Im Foyer werden Fotos aufgehängt, die den Entstehungsprozess zeigen sollen. „Da das Eis an der fertigen Arbeit nicht mehr zu erkennen ist, aber für den Schöpfungsprozess unabdingbar ist, soll es durch die Bilder seinen Weg in die Flussmeisterstelle finden“, erklärt Hutter.

In der Begründung des Preisgerichts heißt es, dass der Entwurf durch materielle und künstlerische Qualität überzeugt. Durch das Zusammenspiel von Wasser, Eis und Stahl würde die Besonderheit der Flussmeisterstelle in überdurchschnittlichem Maße aufgegriffen.

Besonders beeindruckend fand das Preisgericht um Hubert Huber, den Vorsitzenden des Berufsverbandes Bildender Künstler Niederbayern, dass Hutter der Natur freien Lauf lässt: „Der Künstler lenkt die Kunst, kann sie aber nicht vollständig kontrollieren, ähnlich wie der Flussmeister seinen Fluss.“ Neben dem individuellen Entstehungsprozess der Stahlskulptur lobte das Preisgericht auch die Idee, selbigen in Form von Bildern im Foyer wiederzugeben. So bespiele das Kunstwerk Innen- und Außenraum.

Zehn Künstler waren zur Teilnahme am Wettbewerb für die Kunst am Bau unter Federführung des Staatlichen Bauamtes aufgerufen. Das Preisgericht lobt die Vielfalt und die Qualität der eingereichten Arbeiten.

Eine Ausstellung aller Wettbewerbsbeiträge ist von 20. bis 26. März 2026 geplant. Diese findet im Seminarraum des Nawareums in Straubing statt.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Nawareums zugänglich, von 12.30 bis 13 Uhr ist Mittagspause. Die Ausstellungseröffnung findet am 19. März ab 18 Uhr satt. Hier wird der Preisträger, Clemens Hutter, seine Arbeit vorstellen.

Fotos:

Kunstwettbewerb 1: Die Mitglieder des Preisgerichts um den Vorsitzenden Hubert Huber sowie das Organisationsteam des Staatlichen Bauamtes Landshut. Foto: Bianca Follrich/Staatliches Bauamt Landshut

 

Kunstwettbewerb 2: Das Modell der Stahlskulptur mit dem Titel „Woge/Welle“ von Clemens Hutter.

Foto: Clemens Hutter

 

Kunstwettbewerb 3: Uta Riedel, Behördenleiterin des Staatlichen Bauamtes Landshut, beglückwünschte Clements Hutter (rechts), den Sieger des Wettbewerbs zur Kunst am Bau, im Beisein von Siegfried Ratzinger, Amtsleiteiter der Flussmeisterstelle Deggendorf, Hubert Huber, Vorsitzender des Berufsverbandes Bildender Künstler Niederbayern, und Architekt Johannes Sattelegger.

Foto: Thomas Gärtner/Staatliches Bauamt Landshut

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