STRAßENMEISTEREI beginnt mit der GEHÖLZPFLEGE in STADT und LANDKREIS LANDSHUT

„Gehölzpflege“ – ein sperriger Begriff für eine Maßnahme, mit der ein wichtiges Ziel erreicht werden soll:

die Entwicklung verkehrssicherer und langfristig alterungsfähiger Gehölzbestände. Ab sofort führt die Straßenmeisterei Landshut des Staatlichen Bauamts Landshut an Staats- und Bundesstraßen in Stadt und Landkreis Landshut solche Arbeiten durch.

Gehölzbestände an den Staats- und Bundesstraßen sind wichtig für das Landschaftsbild. Sie nutzen darüber hinaus auf vielfältige Weise: beispielsweise indem sie Böschungen und Boden vor Erosionen schützen, Tieren als Lebensraum dienen und die Luftqualität verbessern. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, werden die Gehölzbestände in Abständen von zehn bis maximal 15 Jahren gepflegt. Diese Arbeit erfolgt in den Wintermonaten, um Tiere nicht zu stören.

Die Sträucher an Böschungen werden durch die Straßenmeisterei Landshut „auf Stock gesetzt“, um den Bestand zu verjüngen. Das heißt, sie werden auf etwa 20 Zentimeter eingekürzt oder ausgedünnt. „Verständlicherweise erscheint diese Maßnahme für manchen auf den ersten Blick sehr radikal“, sagt Straßenmeister Andreas Eitner. „Aber was für Außenstehende nach einem Kahlschlag aussieht, hilft der Natur dabei, sich zu verjüngen.“ Denn Bestände, die über viele Jahre hochgewachsen sind, verschatten den darunterliegenden Boden. Durch mangelnden Lichteinfall wachsen keine jungen Gehölze nach, was zu Lücken in der Bepflanzung führen kann.

Der regelmäßige Rückschnitt hilft den Pflanzen, gesund zu bleiben. Schon nach ein bis zwei Vegetationsperioden hat sich wieder ein dichter, stufig aufgebauter Bestand entwickelt. Auch freigestellte Einzelbäume entwickeln sich besser, da sie mehr Licht erhalten und durch die fehlende Konkurrenz mehr Wasser und Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen können. Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise, um für Tiere weiterhin Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen. Das geschnittene Gehölz wird an einen Unternehmer veräußert, der es zu Hackschnitzeln verarbeitet.

Da in den meisten Fällen nur von der Straße aus gearbeitet werden kann, ist mit Behinderungen zu rechnen. Der Verkehr wird bei Bedarf halbseitig eingeengt und eventuell zusätzlich per Ampel geregelt.

In folgenden Abschnitten arbeitet die Straßenmeisterei Landshut schwerpunktmäßig:

  • Bundesstraße 388: zwischen Vilsbiburg und Velden
  • Staatsstraße 2045: zwischen Münchnerau und Bruckbergerau
  • Bundesstraße 299: zwischen Unterneuhausen und Pfeffenhausen

Das Staatliche Bauamt weist seine Grundstücksnachbarn zudem auf die Verkehrssicherungspflicht und die regelmäßigen Gehölzkontrollen hin. Totholz in den Baumkronen und beschädigte oder abgestorbene Bäume bergen ein unkalkulierbares Risiko und müssen entfernt werden. Außerdem muss neben der Fahrbahn ein Bereich von 1,5 Metern Breite und 4,5 Metern Höhe freigehalten und die Bepflanzung zurückgeschnitten werden (lichter Raum), um die Sicht der Verkehrsteilnehmer nicht zu behindern.

Bildtext:
Mit der Gehölzpflege während der Wintermonate sorgt die Straßenmeisterei für verkehrssichere und langfristig alterungsfähige Gehölzbestände an den Bundes- und Staatsstraßen.
Foto: Staatliches Bauamt Landshut

 

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