BUNDESABGEORDNETER Florian OßNER referierte über aktuelle BUNDESPOLITIK

Landkreis. Über die aktuellen politischen Herausforderungen auf Bundesebene informierten sich die Mitglieder der CSU-Senioren-Union bei einem Stammtisch in den Ergoldinger Stuben.

Als Referent war der CSU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Florian Oßner zu Gast. Vorsitzende Renate Zitzelsberger begrüßte ihn sowie die anwesenden Parteifreunde und zeigte sich erfreut über die gute Beteiligung. In ihrer Begrüßung erinnerte Zitzelsberger an eine gemeinsame Wahlveranstaltung zur Bundestagswahl im Februar 2025, bei der Oßner unter dem Motto „Politikwechsel jetzt“ aufgetreten war. Inzwischen werde im politischen Alltag deutlich, weshalb dieser Wechsel notwendig sei. Erfreulich sei zudem, dass Oßner erneut dem Haushaltsausschuss des Bundestages angehöre und dadurch Einblicke in die finanziellen Hintergründe politischer Entscheidungen geben könne. Auch die Generationengerechtigkeit spiele bei der Arbeit der Senioren-Union eine wichtige Rolle.

Bei einem kürzlich abgehaltenen Generationenstammtisch mit Vorstandsmitgliedern der Jungen Union sei man sich einig gewesen, dass die Interessen von Jung und Alt gemeinsam betrachtet werden müssten. Ziel seien verlässliche soziale Sicherungssysteme, die auch für kommende Generationen finanzierbar blieben. Nach einem Bürgerdialog mit Klaus Holetschek und Vertretern aus Kommunalpolitik und Sozialbereich wolle man den Austausch nun beim Stammtisch mit Florian Oßner fortsetzen.

Der Bundestagsabgeordnete stellte in seinem Vortrag die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen Deutschlands in den Mittelpunkt. „Es geht schlichtweg um Stabilität und Ordnung in unserem Land“, betonte Oßner. Internationale Partnerschaften, auf die Deutschland lange habe bauen können, gerieten zunehmend unter Druck. Zugleich verwies er auf die politischen Schwierigkeiten in Frankreich. Vor diesem Hintergrund komme es umso mehr auf ein stabiles Deutschland als größte Volkswirtschaft Europas an. Voraussetzung dafür sei eine gestärkte wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. „Wir müssen alles daransetzen, Leistung zu belohnen und die Wirtschaft zu entlasten“, erklärte der CSU-Politiker.

Die CSU im Bundestag setze dabei auf zwei Ansätze: verzichtbare Ausgaben zu reduzieren und zugleich durch wirtschaftliches Wachstum höhere Einnahmen zu erzielen. Steuersenkungen, weniger Bürokratie und neue Innovationskraft sollten dazu beitragen, den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder wettbewerbsfähiger zu machen. Als positives Signal wertete Oßner die zuletzt nach oben korrigierten Wachstumsprognosen von Wirtschaftsforschungsinstituten. Ein weiterer Schwerpunkt seines Vortrags waren die sozialen Sicherungssysteme. Angesichts der alternden Gesellschaft gelte es, die Beiträge durch Optimierungen und Effizienzsteigerungen möglichst stabil zu halten. Damit sollten die Systeme langfristig generationengerecht gestaltet werden. Besonders dringlich sei dies bei der Pflegeversicherung, deren Ausgaben bereits die Einnahmen überstiegen. Durch den demografischen Wandel werde sich diese Entwicklung weiter verschärfen. Deshalb wolle man verstärkt auf Prävention und Rehabilitation setzen, bürokratische Abläufe vereinfachen und durch die Bündelung von Budgets Kosten senken.

Auch die häusliche Pflege müsse gestärkt werden. Der Erhalt von Rentenansprüchen für pflegende Angehörige sei dabei von besonderer Bedeutung, gerade im ländlichen Raum, betonte Oßner. Bei der Altersversorgung sprach er sich zudem für eine Kapitalrente aus, die insbesondere jungen Menschen langfristig eine renditestarke zusätzliche Absicherung ermöglichen solle. Darüber hinaus solle das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Für die derzeitigen Rentner gab Oßner Entwarnung: Da es sich um einen langfristigen Umbau des Systems handle, bleibe das aktuelle Rentenniveau für sie verlässlich geschützt.

Zum Abschluss seiner Ausführungen bedankte sich Florian Oßner bei der Senioren-Union und ihrer Vorsitzenden Renate Zitzelsberger für das engagierte Wirken im Landkreis Landshut. Zitzelsberger ihrerseits dankte dem Bundestagsabgeordneten für den informativen Vortrag und kündigte den nächsten Stammtisch an. Dieser findet am Mittwoch, 18. November, um 14.30 Uhr statt mit dem Thema „Aktuelles aus dem Landkreis“.

Bildtext von links:
2. Vorstand Waldemar Steinbring,  Vorsitzende Renate Zitzelsberger, Bundestagsabgeordneter Florian Oßner sowie 2. Vorstand Josef Haselbeck.
Foto: CSU Senioren

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