Gute bis ausgezeichnete WASSERQUALITÄT in Bayerns BADESEEN

Gesundheitsministerin Gerlach informiert über diesjährige Proben und die aktuelle Einstufung der bayerischen Badegewässer

Die Wasserqualität in Bayerns Badeseen ist fast überall gut oder sogar ausgezeichnet. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach am Mittwoch hingewiesen. Die neue Bewertung der Badegewässer durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), die auf längerfristigen Daten beruht, wird durch aktuelle Wasserproben bestätigt.

Gerlach betonte: „Bayerns Badeseen bieten auch in diesem Jahr eine wunderbare Möglichkeit, die warmen Tage zu genießen. Es ist jedoch sehr wichtig, beim Schwimmen unnötige Risiken zu vermeiden. So kann gerade bei hohen Temperaturen ein Sprung in kaltes Wasser Herz-Kreislauf-Probleme auslösen. Außerdem muss konsequent auf die Sicherheit von Kindern geachtet werden.“

Nach der aktuellen Bewertung des LGL sind mehr als 96 Prozent der 375 EU-Badestellen in Bayern als „ausgezeichnet“ oder „gut“ eingestuft. Drei Badestellen erhielten eine Einstufung als „ausreichend“ (zwei Badestellen am Meerhofsee im unterfränkischen Alzenau sowie die Badestelle am Krebsensee im unterfränkischen Knetzgau-Westheim) und eine Badestelle als „mangelhaft“ (Badestelle Riemer See Nordufer in München).

Zehn weitere Badestellen besitzen aktuell keine Einstufung, da bei diesen noch nicht die erforderliche Anzahl an Untersuchungsergebnissen vorliegt. Aber auch an diesen Badestellen weisen die bisher für dieses Jahr vorliegenden LGL-Ergebnisse auf eine gute Wasserqualität hin.

Das LGL hat in diesem Jahr seit Ende April insgesamt 750 Wasserproben mikrobiologisch untersucht. Gerlach erläuterte: „Schlechte Wasserqualität kann zu Magen-Darm-Erkrankungen führen. Die Gesundheitsämter überwachen daher im Sinne des Gesundheitsschutzes der Badegäste die bayerischen EU-Badestellen in der Badesaison.“

Die Gesundheitsämter entnehmen kurz vor und während der Badesaison von Ende April bis 15. September insgesamt sechs Mal Wasserproben aus den Badeseen. Das LGL überprüft die eingesandten Wasserproben auf die Darmbakterien „Escherichia coli“ und „Intestinale Enterokokken“. Besteht für bestimmte, dafür anfällige Seen der Verdacht, dass Cyanobakterien (Blaualgen) in höherer Konzentration vorkommen, werden die Wasserproben zusätzlich auf Cyanobakterien untersucht. Als Folge des Klimawandels und steigender Durchschnittstemperaturen könnten in Zukunft mehr Probleme mit Blaualgen auftreten.

Für vereinzelt schlechtere Messergebnisse kann es verschiedene Ursachen geben. Typische Auslöser dafür können Verunreinigungen durch Starkregen oder durch Wasservögel sein. Werden zu hohe Werte festgestellt, ergreift das zuständige Gesundheitsamt die erforderlichen Maßnahmen. Wenn es unvermeidlich ist, können auch Badeverbote ausgesprochen werden.

Prof. Dr. Christian Weidner, Präsident des LGL, sagte: „Allen, die gerne in bayerischen Seen baden gehen wollen, können wir einen Besuch der LGL-Online-Badegewässerkarte empfehlen. Sie gibt einen Überblick über die Badestellen, die von den Gesundheitsämtern regelmäßig kontrolliert werden. Nutzerinnen und Nutzer gelangen über diese Karte außerdem zu den Seiten der Kreisverwaltungsbehörden, wo sie sich über aktuelle Untersuchungsergebnisse der einzelnen Badeseen informieren können.“

Die aktuelle Online-Badegewässerkarte des LGL weist alle 375 EU-Badestellen an ca. 290 Seen in Bayern aus.

Weitere Informationen gibt es unter www.stmgp.bayern.de/vorsorge/umwelteinwirkungen/badeseen.

Foto:
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention

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