HOCHSCHULEN spielen zentrale ROLLE bei STÄRKUNG demokratischer WERTE   

Marlene Schönberger zu Besuch bei Hochschulpräsidentin Prof. Wirtz

Auf Einladung der Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Michaela Wirtz besuchte die Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger (Bündnis 90/Die Grünen) die Hochschule Landshut, um sich über die aktuellen Entwicklungen auszutauschen und die Zusammenarbeit zwischen Politik und Wissenschaft zu vertiefen.

Prof. Wirtz unterstrich die Bedeutung der Kooperation mit politischen Akteur*innen: „Als Hochschule Landshut ist es unsere Verantwortung, Impulse für eine positive Entwicklung von Gesellschaft und Wirtschaft zu geben: Dafür ist ein enger Austausch zentral.“ Nur so sei es möglich, voneinander zu lernen, gemeinsame Interessen auszuloten und neuen Ideen den notwendigen Schwung zu verleihen. „Ich freue mich deshalb sehr, dass ich Frau Schönberger als engagierte Bundestagsabgeordnete auch unserer Region kennenlernen durfte.“

Auch Marlene Schönberger betonte die Relevanz der engen Verbindung zwischen Politik und Wissenschaft: „Gerade in Zeiten, in der populistische Parteien durch ihre Wissenschaftsfeindlichkeit auffallen und wissenschaftlich fundierten Maßnehmen eine Absage erteilen, ist es wichtig sich darauf zu besinnen, wie wichtig die Beratungsleistung durch Wissenschaft für gute Politik ist”.

Ein besonderer Fokus des Gesprächs lag auf der Prävention von Antisemitismus, ein Schwerpunktthema in Schönbergers politischer Arbeit, das deutschlandweit zahlreiche Hochschulen beschäftigt. Wie die Abgeordnete erläuterte, erfordere dies sowohl strukturelle Maßnahmen als auch eine Sensibilisierung im Hochschulalltag: „Antisemitismus ist kein historisches Problem, sondern eine aktuelle Bedrohung. Wir müssen ihn dort bekämpfen, wo er entsteht – und das ist nicht selten in akademischen Debatten.“

Prof. Wirtz unterstrich, dass Hochschulen auch Orte der politischen Bildung seien. „Ausgrenzung und Antisemitismus wollen wir an unserer Hochschule keinen Raum geben. Als Ort der Bildung und Forschung sowie der internationalen Kooperation stehen wir für eine vielfältige, diskriminierungsfreie und offene Gesellschaft. Das neu geschaffene Ressort eines Vizepräsidenten für Diversität und Berufungen, welches mein Kollege Prof. Dr. Stefan Borrmann seit November bekleidet, unterstreicht das institutionell. Wir verteidigen die Menschenrechte, das Grundgesetz der Bundesrepublik und die freiheitlich-demokratische Grundordnung aktiv.“

Bildbeschreibung: Prof. Wirtz (li) und Marlene Schönberger

Foto: Hochschule Landshut

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