LISTENFÜHRER Christian PÖHNER von ZUKUNFTLandshut im INTERVIEW mit DIESUNDDAS

DIESUNDDAS-ONLINEJOURNAL:

Herr Christian Pöhner, inwieweit sind Sie vorangekommen mit Ihren Bestrebungen, in den Landshuter Stadtrat einzuziehen?

 

Christian Pöhner:
Wir haben ein starkes Team aufgestellt: 44 Kandidatinnen und Kandidaten im Alter von 19 bis 76 Jahren, aus sechs Nationen und mit einem Frauenanteil von rund 40 %. Aktuell arbeiten wir intensiv daran, die erforderlichen 340 Unterstützungsunterschriften zu sammeln, um überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden. Dafür sind wir derzeit auf den Rückhalt wahlberechtigter Landshuter Bürgerinnen und Bürger angewiesen.

 

2. Was hat Sie und Ihre Vereinsmitglieder bewogen, sich ZUKUNFT Landshut zu nennen?

Christian Pöhner:
Die Namensfindung war ein gemeinsamer Prozess mit viel Austausch und Brainstorming. „ZUKUNFT Landshut“ steht für unsere Vision: Wir wollen die Zukunft dieser Stadt aktiv gestalten – für Kinder, Familien, Unternehmen und alle Bürger. Das Wort „Zukunft“ haben wir bewusst großgeschrieben, weil es unser Kernanliegen symbolisiert: Dinge anders und besser machen, neue Wege gehen. Zukunft ist nichts Abstraktes – sie beginnt hier vor Ort und entsteht im gemeinsamen Gestalten.

 

3. Haben Sie und Ihre Mitstreiter inzwischen ein „Parteiprogramm“ erarbeitet?

Christian Pöhner:
Ja, unser Wahlprogramm steht. Die wichtigsten Themen und Inhalte veröffentlichen wir bereits seit Wochen über unsere Social-Media-Kanäle und auf unserer Website. Manche Punkte sind komplex und lassen sich nicht in einem Satz erklären – deshalb werden wir nach der offiziellen Zulassung mit konkreten Beispielen und Projekten in die Öffentlichkeit gehen. Voraussetzung dafür ist die formale Zulassung, für die bis zum 19. Januar die erforderlichen Unterstützungsunterschriften notwendig sind.

 

4. Was waren die Hauptpunkte, die Sie im Vorfeld der OB- und Kommunalwahl besonders betont haben?

Christian Pöhner:
Unser Ziel ist ein lebenswerteres Landshut. Das bedeutet: Familienfreundlichkeit stärken, Freizeitangebote ausbauen und die Innenstadt sowie Stadtteile attraktiver gestalten. Gleichzeitig müssen wir wirtschaftlich stark bleiben – durch Gewerbeansiedlungen und attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen. Digitalisierung, schnelle Verwaltungsprozesse und moderne Technologien wie KI sind dabei entscheidend. Außerdem gehören Kultur, Soziales und Pflege genauso zu einer lebenswerten Stadt wie wirtschaftliche Stärke.

 

5. Wie fühlt man sich als Unternehmer und ehemaliger BDS-Vorsitzender im Kommunalwahlkampf? Gibt es Parallelen?

Christian Pöhner:
Definitiv. Als Unternehmer lernt man, lösungsorientiert zu denken, wirtschaftlich zu handeln und mit Menschen auf Augenhöhe zu kommunizieren. Diese Fähigkeiten helfen auch in der Politik. Meine Zeit beim BDS hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, verschiedene Perspektiven einzubeziehen und nicht betriebsblind zu sein. Viele Unternehmen kämpfen mit bürokratischen Hürden – hier wollen wir ansetzen und pragmatische Lösungen finden, statt nur zu kritisieren.

 

6. Die Stadt Landshut ist stark verschuldet. Haben Sie ein Konzept für diesen Zustand?

Christian Pöhner:
Ja, wir haben Ideen entwickelt. Wie in einem Unternehmen gilt: Kosten prüfen, Einsparpotenziale identifizieren und neue Einnahmequellen erschließen – etwa durch Gewerbezuzug (ein attraktiver Standort ist dafür entscheidend), Kooperationen oder externe Finanzierungen. Wir wollen Transparenz schaffen und prüfen, wo Ausgaben wirklich sinnvoll sind. Andere Städte machen vor, wie man Projekte gemeinsam mit Partnern realisieren kann, ohne die Bürger zusätzlich zu belasten. Mit einem klaren Plan und Geduld ist vieles möglich.

 

7. Sind Sie mit Ihrem OB-Kandidaten Norbert Hoffmann zufrieden?

Christian Pöhner:
Klar, sonst hätten wir keinen aufgestellt. Norbert Hoffmann bringt langjährige Erfahrung als Stadtrat mit und ist ein verlässlicher, ruhiger und lösungsorientierter Kandidat. Er hört zu, ist kritikfähig und sucht den Dialog – genau das brauchen wir. Wir wollen keinen polarisierenden Kandidaten, sondern jemanden, der die Stadt verantwortungsvoll führt. Norbert erfüllt diese Anforderungen, ist ein Teamplayer und genießt unser Vertrauen.

 

8. Was muss ein Oberbürgermeister nach dem 8. März als Erstes angehen?

Christian Pöhner:
Zunächst eine klare Bestandsaufnahme: Wo stehen wir? Welche Projekte sind dringend? Danach Prioritäten setzen, Maßnahmen in umsetzbare Schritte aufteilen und die richtigen Kompetenzen bündeln. Transparenz und Machbarkeitsprüfungen sind entscheidend, um realistische und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.

 

9. Wie wollen Sie die Zulassung zur Kommunalwahl bis zum 19. Januar schaffen?

Christian Pöhner:
Wir setzen auf persönlichen Einsatz und Mobilisierung. Unsere Mitglieder und Unterstützer sprechen aktiv Freunde, Nachbarn und Bekannte an.
Durch gezielten Straßenwahlkampf versuchen wir zudem, so viele Landshuter Bürger wie möglich zu erreichen.

Gleichzeitig nutzen wir Social Media und Presse, um Aufmerksamkeit zu schaffen. Es ist eine Herausforderung, weil viele Bürger uns noch nicht kennen – gleichzeitig erleben wir in vielen Gesprächen großes Interesse an neuen Ideen und dem Wunsch, die Stadt aktiv mitzugestalten.

 

Interview führte Chefredakteur H.J. Lodermeier

 

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