Unter dem Motto „Was bewegt Sie in Ihrem Stadtteil?“
machen sich die Ökodemokraten übers Jahr verteilt auf den Weg durch ganz Landshut. Der dritte Bürgertreff fand im „Da Armando Pizza“ mit OB-Kandidaten Heiko Helmbrecht und ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda statt. Eingangs ging Helmbrecht in einem kurzen Überblick auf die politischen Schwerpunkte seiner Kandidatur ein und Stadträtin Elke März-Granda stellte die wichtigsten Erfolge der ÖDP aus den letzten Jahren vor.
Insbesondere monierten die Bewohner die zunehmende Vermüllung in ihrem Stadtteil. Dadurch, dass die öffentlichen Abfallbehälter keine Deckel haben, hätten beispielsweise Krähen oder auch Ratten im Bahnhofsbereich ein leichtes Spiel, Abfälle aus den Behältern zu entnehmen und in der Landschaft zu verteilen. Um Abhilfe zu schaffen, will die Stadträtin diesbezüglich mit der Verwaltung in Kontakt treten und notfalls über einen Stadtratsantrag eine Verbesserung der Situation erzielen.
Einige Bewohner schilderten, dass ein großes Problem die Verunreinigung von Straßen, angrenzende Wiesen und Äckern mit Resten von Silvester Feuerwerkskörpern sei. Am schlimmsten werden dabei die Verunreinigungen der öffentlichen Kinderspielplätze durch Böller- und Raketenreste empfunden. Die abgebrannten Reste können giftige Chemikalien und Schwermetalle enthalten und stellen eine Gefahr für Kinder dar, besonders wenn sie in einem Sandkasten oder auf einem Spielplatz herumliegen. Zwar werde in der Sicherheitssatzung der Stadt Landshut geregelt, dass öffentliche Kinderspielplätze nicht verunreinigt werden dürfen, dennoch werden die Politiker bei der Verwaltung prüfen lassen, ob in Landshut ein Böllerverbot auf Kinderspielplätzen eingeführt werden kann.
Eine Bürgerin kritisierte die schlechte Infrastruktur der Radwege. Sowohl der teilweise desolate Zustand, plötzlich endende Wege oder auch fehlende Markierungen erhöhen das Unfallrisiko und machen Radfahren unattraktiv. Ein großes Problem sei die Radverkehrssituation am Bahnhof. Kommend von der Bahnhofsunterführung in Richtung Bahnhofsvorplatz landet der Radfahrer am Ausgang direkt auf dem Busbahnhof. Weder eine Markierung noch irgendeine Fahrradspur helfen bei der Orientierung. Nachdem eine grundlegende Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes wohl noch auf sich warten lässt, will sich Stadträtin März-Granda auf Verwaltungsebene um eine kurzfristige Lösung bemühen.
Ein weiteres Thema war die laufende Nachverdichtung in der Wolfgangsiedlung. Ein Besucher berichtete von einem Projekt am Platanenweg. Hier möchte der Investor eine dichtere Bebauung als im Bebauungsplan bisher zugelassen. Helmbrecht betonte, dass sich die ÖDP grundsätzlich für eine Nachverdichtung ausspricht, falls diese auch verträglich sei und sich in die umliegende Bebauung einfüge. Der Anwohner befürchtet, dass das geplante Bauvorhaben zu massiv werde und der Bebauungsplan vollumfänglich den Wünschen des Investors entsprechen werde. März-Granda erläuterte, dass es letztendlich eine politische Entscheidung des Bausenats sein wird, wie viel Bebauung der neue Bebauungsplan zulassen wird. Dennoch empfahl die Stadträtin den betroffenen Nachbarn in die Kommunikation mit den Verantwortlichen in der Stadt zu treten, um ihre Anliegen anzubringen.
Bildunterschrift: Das Foto zeigt den Blick zum Busbahnhof, wenn man mit dem Rad von der Bahnhofsunterführung zum Bahnhofsvorplatz möchte. Weder eine Markierung noch irgendeine Fahrradspur helfen bei der Orientierung.
Foto: ÖDP