25 JAHRE EINSATZ für ein STADTMUSEUM

Freundeskreis Stadtmuseum Landshut e. V. feiert sein 25-jähriges Bestehen 

Der Freundeskreis Stadtmuseum Landshut e.V. wurde im Dezember 2000 mit dem Ziel gegründet, die Stadt Landshut bei der Realisierung eines Stadtmuseums mit der Funktion eines Schwerpunktmuseums zu unterstützen und damit in Zusammenhang stehende kulturelle Belange zu fördern. Dieses Ziel wird unter anderem durch die Beschaffung und Bereitstellung von Spenden verfolgt, wozu es zahlreicher Mitglieder und Gönner bedarf. Eine inzwischen bei etwa 600 liegende Mitgliederzahl zeugt von dem breitem Wunsch der Bürgerschaft nach einem Stadtmuseum.

Der 2. Bauabschnitt wird 2027 beginnen und soll 2030 abgeschlossen sein. Erst mit einem 3. Bauabschnitt wird jedoch ein repräsentatives Stadtmuseum mit angemessenen Ausstellungsflächen, einem leistungsfähigen Kindermuseum (KASiMirmuseum) und Museums-Café entstehen. Hierdurch wird mitten in der Stadt im Museumsquartier mit LANDSHUTmuseum, KOENIGmuseum und Prantlgarten ein Ort mit hoher Verweilqualität geschaffen. Mit diesen Worten hofft der Freundeskreis neue Mitglieder für sich zu gewinnen.

Die Tenor Steps mit ihrem Musiktitel „Blue Train“ befeuerten Franz Schneider, Vorsitzender des Freundeskreises und Dr. Angelika Hofmann, 1. Vorsitzende des Kuratoriums, am Sonntagabend einen mit voll besetzten Gönnern des Vereins im Rathausprunksaal, zu begrüßen. „25 Jahren seien vergangen, seit der Freundeskreis Stadtmuseum Landshut e.V. gegründet wurde. Die Zielsetzung, die von seinen weitsichtigen Initiatoren formuliert wurde, blieb stets klar und überzeugend : die Realisierung eines Stadtmuseums, das aktuellen räumlichen und technischen Standards gerecht wird, kräftig fördern und einzufordern, um als regionales Schwerpunktmuseum den Herausforderungen zeitgemäßer Museumsarbeit auch in Zukunft gerecht werden zu können“, so der Vorsitzende.

Über 25 Jahre Freundeskreis Stadtmuseum Landshut – das sind über 25 Jahre außergewöhnliches Engagement, großer Beharrlichkeit und vor allem gelebte Verantwortung für unsere Stadt, konstatierte die 2. Bürgermeisterin der Stadt Landshut, Patricia Steinberger bei ihrer Begrüßung der Besucher im Rathausprunksaal.

Steinberger fuhr weiter fort: „Ein solches Engagement verdient nicht nur Anerkennung und Respekt, sondern vor allem unsere aufrichtige Wertschätzung und tiefe Dankbarkeit. Denn was hier über mehr als ein Vierteljahrhundert gewachsen ist, zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie viel bürgerschaftlicher Gemeinsinn für das kulturelle Leben unserer Stadt bewirken kann. Als der Verein gegründet wurde, war die Zukunft unseres Stadtmuseums alles andere als gesichert. Nach dem Auszug aus der Stadtresidenz im Jahr 1996 fehlte eine dauerhafte Perspektive. Doch der Freundeskreis hat sich mit dieser Situation nicht abgefunden. Seine Mitglieder waren überzeugt: Eine Stadt mit einer so reichen Geschichte wie Landshut braucht ein Stadtmuseum, das dieser Geschichte gerecht wird. Aus dieser Überzeugung ist eine Partnerschaft entstanden, die für unsere Stadt von unschätzbarem Wert ist.

Der Freundeskreis ist für die Stadt Landshut weit mehr als ein Förderverein. Er ist ein Partner, ein wichtiger Impulsgeber und manchmal auch ein hartnäckiger Mahner im besten Sinne.

Sie haben Ideen eingebracht, Menschen begeistert, finanzielle Mittel mobilisiert und vor allem über viele Jahre hinweg an einem gemeinsamen Ziel festgehalten. Und genau das macht diese Partnerschaft so besonders: Die Stadt und der Freundeskreis haben gemeinsam Verantwortung übernommen, um etwas Bleibendes für Landshut zu schaffen. 2016 konnte der erste Bauabschnitt des LANDSHUTmuseums im Alten Franziskanerkloster eröffnet werden. 2025 folgte der einstimmige Stadtratsbeschluss für den Weiterbau, und im Juni 2026 wurde der Weg für den geplanten Baubeginn 2027 freigemacht. Diese Entwicklung ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, was eine starke Zusammenarbeit zwischen Kommune und engagierter Bürgerschaft bewirken kann. Mit einem finanziellen Beitrag von insgesamt nahezu zwei Millionen Euro hat bzw. trägt der Freundeskreis auf außergewöhnliche Weise dazu bei, die Zukunft unseres Stadtmuseums zu sichern und seine Weiterentwicklung entscheidend voranzubringen. Das ist eine mehr als beeindruckende Leistung – gerade in Zeiten, in denen die finanziellen Spielräume der Kommunen immer enger werden.

Noch bedeutsamer ist jedoch das, was sich nicht in Zahlen bemessen lässt: die Leidenschaft, die Kreativität und das persönliche Engagement, mit denen Sie über Jahrzehnte hinweg die Entwicklung unseres Stadtmuseums begleitet, bereichert und entscheidend mitgestaltet haben.  Sie haben damit der Stadt nicht nur finanziell geholfen. Sie haben Vertrauen geschaffen, Menschen zusammengebracht und immer wieder neue Perspektiven eröffnet.  Dafür sind wir Ihnen als Stadt Landshut außerordentlich dankbar.

Meine Damen und Herren, warum lohnt sich dieser gemeinsame Einsatz? Weil unser Stadtmuseum weit mehr ist als ein Ort, an dem historische Gegenstände aufbewahrt werden.

Es bewahrt das Gedächtnis unserer Stadt.

Ob archäologische Funde vom Sallmannsberg, die bis in die Jungsteinzeit zurückreichen, Zeugnisse mittelalterlichen Handwerks oder die vielen Sammlungen, die dem Museum von engagierten Bürgerinnen und Bürgern geschenkt wurden – all diese Objekte erzählen Geschichten. Sie erzählen vom Leben der Menschen, von ihrer Arbeit, ihren Interessen und ihrer Verbundenheit mit Landshut. Und sie machen deutlich, wie wichtig es ist, dieses kulturelle Erbe zu bewahren, zu erforschen und für kommende Generationen zugänglich zu machen. Mit dem Alten Franziskanerkloster entsteht dafür ein wunderbarer Ort, der selbst auf eine bewegte Geschichte zurückblickt. Dass hier Schritt für Schritt ein lebendiges Museumsquartier wächst, ist auch dem unermüdlichen Einsatz des Freundeskreises zu verdanken. Und dieser Einsatz geht weit über den Museumsbau hinaus. Mit Führungen, Exkursionen und dem LANDSHUTfest bereichert der Freundeskreis das kulturelle Leben unserer Stadt und begeistert Menschen aller Generationen für Geschichte, Kunst und Kultur.

Liebe Mitglieder des Freundeskreises, wir wissen, dass noch wichtige Aufgaben vor uns liegen. Der zweite Bauabschnitt wird 2027 beginnen, und auch die weitere Entwicklung mit dem KASiMiRmuseum bleibt ein gemeinsames Ziel. Gerade deshalb ist es für die Stadt Landshut ein großes Glück, Sie weiterhin an ihrer Seite zu wissen.

Wir brauchen Partner wie Sie. Menschen, die mit Begeisterung, Tatkraft und einem großen Herzen für unsere Stadt Verantwortung übernehmen. Menschen, die mit ihren Ideen und ihrem Engagement nicht nur die Gegenwart bereichern, sondern auch für kommende Generationen etwas Bleibendes schaffen.

Im Namen der Stadt Landshut möchte ich Ihnen deshalb von Herzen danken. Danke für Ihre Treue, Ihre Geduld und Ihre Beharrlichkeit. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und darauf, gemeinsam mit Ihnen die Zukunft unseres Stadtmuseums zu gestalten.

Herzlichen Glückwunsch zu über 25 Jahren Freundeskreis Stadtmuseum Landshut und ein herzliches Vergelt’s Gott für alles, was Sie für Landshut tun“, so die 2. Bürgermeisterin der Stadt Landshut.

 

Im Hauptvortrag referierte Professorin Dr. Ursula Münch, Direktorin der Akademie für Politische Bildung Tutzing über „Verantwortung für Stadt und Kultur. Wie bürgerschaftliches Engagement unseren Verfassungsstaat stärkt“!

Franz Schneider, Vorsitzender des Freundeskreises, bedankte sich zum Abschluss der Veranstaltung für die Musik von Tenor Steps, dem Landshuter Bäuerinnen-Service für das Catering und allen Besuchern und Freunden des Freundeskreis Stadtmuseum Landshut e.V.

-hjl-

Fotos:
h.j.lodermeier

 

weitere Beiträge