Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger zeigt sich angesichts des mutmaßlich islamistischen Anschlags auf den Berliner Christopher Street Day tief betroffen
„Ein Tag, an dem Tausende für Liebe, Sichtbarkeit und Sicherheit queerer Menschen auf die Straße gegangen sind, endet mit Verletzten und Tod. Meine Gedanken sind bei den Verletzten, den Angehörigen, Freundinnen und der gesamten Community”.
Schönberger, Mitglied im Innenausschuss, warnt vor den Gefahren, die von der islamistischen Szene ausgehen: „Islamisten verachten alles, wofür CSDs stehen: Nicht nur Lebensfreude, sondern auch Queerness, Feminismus, Freiheit, Liebe und universelle Menschenrechte. Doch wir als Demokratinnen und Demokraten lassen uns nicht einschüchtern. Unsere Antwort als queere Community und Unterstützende ist klar: Wir stehen zusammen. Jetzt erst recht. Gegen den Islamismus und gegen die extreme Rechte, die ebenso bundesweit CSDs bedroht. Doch wir lassen uns nicht einschüchtern.”
In der Region finden in diesem Jahr noch zwei CSDs statt: in Regen am 30. August und in Landshut am 26. September. Schönberger, selbst Mitgründerin und langjährige Vorsitzende des Vereins Queer in Niederbayern, unterstreicht die Verantwortung der Sicherheitsbehörden bei den kommenden Veranstaltungen: „CSDs sind Demonstrationen, bei denen Menschen für ihre Grundrechte einstehen und das Leben feiern. Sie müssen so sicher wie irgend möglich stattfinden können. Polizei und Sicherheitsbehörden tragen dafür bereits seit Jahren eine große Verantwortung. In den letzten Jahren kam es wiederholt zu Störungen niederbayerischen CSDs durch rechtsextreme Gruppen. Angesichts der aktuellen Bedrohungslage, die nicht nur von rechts kommt, braucht es eine Überprüfung der bestehenden Sicherheitskonzepte und eine beständige Sensibilisierung der Polizei für queerfeindliche Gewalt.“