205 Mitglieder, fünf aktive Jugendgruppen und zahlreiche Veranstaltungen im gesamten Regierungsbezirk aktiv
Der Verein Queer Niederbayern e.V. blickte bei seiner Mitgliederversammlung auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurück. Gleichzeitig machte der Vorstand deutlich, dass das umfangreiche Engagement nur dank vieler Ehrenamtlicher und zusätzlicher Spenden möglich ist.
Zur 7. ordentlichen Mitgliederversammlung im Landshuter Traditionsgasthaus „Zum Krenkl“, dem Gründungsort des Vereins, begrüßte Co-Vorsitzender Herbert Lohmeyer die anwesenden Mitglieder und Gäste und führte durch die Versammlung.
In seinem Rechenschaftsbericht zeichnete Lohmeyer das Bild eines lebendigen und stetig wachsenden Vereins: „Mit inzwischen 205 Mitgliedern ist Queer Niederbayern in allen neun niederbayerischen Landkreisen sowie den drei kreisfreien Städten vertreten. Besonders erfreulich ist, dass sich trotz einzelner Austritte immer wieder neue Menschen dem Verein anschließen und sich aktiv einbringen.“
Neben der kontinuierlichen Vereinsarbeit mit 17 mitgliederoffenen Vorstandssitzungen im vergangenen Geschäftsjahr prägen vor allem die zahlreichen Angebote das Vereinsleben. Die queeren Stammtische in Landshut, Straubing und inzwischen auch Eggenfelden haben sich fest etabliert. Weitere Angebote in anderen Regionen Niederbayerns sollen folgen. Hinzu kommen das Schulprojekt zur Aufklärung über queere Lebensrealitäten, die Gruppe koalaTee für trans*, inter* und nichtbinäre Menschen sowie Elternstammtische für Angehörige.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Jugendarbeit. Aktuell bestehen fünf aktive Jugendgruppen in Landshut, Straubing, Dingolfing, Pfarrkirchen und Deggendorf. Die jungen Menschen finden dort einen geschützten Raum für Begegnung, Austausch und gegenseitige Unterstützung.
Co-Vorsitzende Anja König nutzte die Mitgliederversammlung, um insbesondere den vielen Ehrenamtlichen ihren Dank auszusprechen.
„Unser Verein lebt vom Engagement vieler Menschen. Gerade diejenigen, die Woche für Woche unsere Jugendgruppen leiten und begleiten, übernehmen eine unschätzbar wertvolle Verantwortung. Sie schenken jungen Menschen Zeit, Vertrauen und einen sicheren Ort, an dem sie so sein dürfen, wie sie sind. Dafür gebührt ihnen unser größter Respekt und unser herzlichster Dank.“
Nachdem Kassierer Christoph Jahn über die finanzielle Situation des Vereins berichtet hat, entlasteten die Mitglieder den Vorstand einstimmig für das vergangene Geschäftsjahr.
Bereits jetzt richtet sich der Blick nach vorne. Die Vorbereitungen für den 8. Christopher Street Day in Landshut am 26. September, den Coming-out-Day im Oktober sowie zahlreiche weitere Veranstaltungen laufen bereits auf Hochtouren. Dabei machte der Vorstand deutlich, dass Sichtbarkeit, Aufklärung und Begegnung auch künftig zentrale Aufgaben des Vereins bleiben werden.
Zum Abschluss der Mitgliederversammlung richtete der Vorstand einen Appell an die Öffentlichkeit.
„Vielfalt, Akzeptanz und Demokratie sind keine Selbstverständlichkeit. Unsere CSD-Veranstaltungen, Jugendgruppen, Schulprojekte und Beratungsangebote werden überwiegend ehrenamtlich organisiert und verursachen erhebliche Kosten. Mitgliedsbeiträge und Fördermittel reichen dafür oftmals nicht aus. Deshalb freuen wir uns über jede Spende, die unsere Arbeit unterstützt. Jeder Beitrag hilft dabei, queeren Menschen in Niederbayern eine starke Stimme und sichere Begegnungsräume zu geben.“
Interessierte, die den Verein finanziell unterstützen oder selbst aktiv mitarbeiten möchten, können sich jederzeit an Queer Niederbayern e.V. wenden. Jede Unterstützung trägt dazu bei, dass der Verein seine wichtige Arbeit für Vielfalt, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt auch künftig erfolgreich fortsetzen kann.