Niederbayerische G R Ü N E unterstützen WAHLKAMPF in Sachsen-Anhalt

Drei niederbayerische Grüne sind ins Jerichower Land nach Sachsen-Anhalt gereist, um die dortigen Grünen im Landtagswahlkampf zu unterstützen.

Flyer verteilen, mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und bei Veranstaltungen mithelfen – für Miriam Geigenberger, Olivia Kreyling und Kurt Niederer war es eine bewusste Entscheidung, sich auch über die eigene Region hinaus für Demokratie und eine starke grüne Stimme einzusetzen.

„Wir wollten helfen, Sachsen-Anhalt nicht den Rechten zu überlassen. Gleichzeitig wollten wir dazu beitragen, dass die Grünen den Einzug in den Landtag schaffen. Das ist nicht nur aus Grüner Sicht erstrebenswert, sondern verringert vor allem die Wahrscheinlichkeit einer AfD-geführten Landesregierung“, erklärt Miriam Geigenberger, Sprecherin des Ortsverbands Simbach am Inn.

Vor Ort wurden die drei aus Niederbayern herzlich empfangen und von den örtlichen Grünen untergebracht. „Wir wurden mit offenen Armen empfangen. Die Menschen waren sehr dankbar für unsere Unterstützung und dafür, dass wir die weite Anreise auf uns genommen haben. Besonders die Reaktionen älterer Menschen haben uns tief bewegt. Ihre Dankbarkeit und Wertschätzung waren deutlich spürbar“, berichtet Olivia Kreyling aus dem Ortsverband Mainburg.

Ganz ohne Bedenken waren die drei allerdings nicht nach Sachsen-Anhalt aufgebrochen. Das politische Klima und die Stärke der AfD in der Region waren ihnen bewusst. Umso positiver fällt ihr Fazit nach dem dreitägigen Einsatz aus. Auch Kurt Niederer, Stadtrat in Eggenfelden, zieht eine positive Bilanz: „Es ist nichts Negatives passiert und wir hatten keine unangenehmen Begegnungen mit Rechten. Dass einzelne Menschen keinen Flyer haben wollten und dies auch deutlich kundgetan haben, ist normal. Das ist in Bayern nicht anders und gehört zu jedem Wahlkampf dazu.“

Ein besonderes Highlight war für die drei das „Bunte Familienfest“ des Grünen Kreisverbands Jerichower Land. Hüpfburgen, kreative Bastelangebote, Musik und kulinarische Angebote sorgten für ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein. Menschen unterschiedlichen Alters und mit verschiedensten Hintergründen kamen zusammen und feierten in einer offenen und ungezwungenen Atmosphäre.

Für die Niederbayer*innen war das Fest ein gelungenes Beispiel dafür, wie gelebte Vielfalt und gesellschaftlicher Zusammenhalt aussehen können. „Es war schön zu sehen, wie alle zusammenkommen konnten, ohne Ausgrenzung. Die Ideen nehmen wir auf jeden Fall mit nach Hause“, sind sich die drei einig.

Nach drei intensiven Tagen ging es erschöpft, aber zufrieden zurück nach Niederbayern – mit vielen positiven Eindrücken und der Erkenntnis, dass demokratisches Engagement nicht an der eigenen Region endet. Im Gegenteil: Demokratie lebt davon, dass Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – auch über die eigene Haustür hinaus.

Bildbeschreibung v.l.:
Kurt Niederer, Olivia Kreyling, Miriam Geigenberger und Sabine Wangenheim, Grüne aus Berlin, die ebenfalls im Wahlkampf unterstützte.
Foto: Alexander Michael

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