KRIEG und FRIEDEN – MARS und VENUS

VOYAGER QUARTET – KRIEG UND FRIEDEN – MARS UND VENUS

Samstag, 26.09.2026, 19 Uhr (Ende 21h)

Heiligkreuzkirche, Landshut

Abendkasse (30 Euro, ermäßigt 15 Euro). Reservierung unter wz@msquartet.de möglich

Seit jeher reflektieren Komponist:innen Krieg und Frieden in sehr unterschiedlichen musikalischen Ausdrucksformen – von martialischer Verklärung bis hin zu stiller Klage und eindringlicher Friedensbitte. Musik wird dabei zum Angebot an die Hörenden: Sie vermittelt, ohne festzulegen, und eröffnet Raum für individuelle Assoziationen und emotionale Resonanz – ungeachtet der Tatsache, ob es in der Absicht des Komponisten lag, inhaltlich spezifische Phantasien wachzurufen. 

 

Zeitgenössische Werke stellen den Krieg meist als inhumanes, menschenverachtendes Geschehen dar, die Nachdenklichkeit provozieren und sich durch einen Trauergestus auszeichnen. Auch wenn unsere Komponist:innen sich im Klaren darüber sind, dass Musik nur mittelbar das Thema Krieg kommentieren und Wege zur Versöhnung aufzeigen kann, so haben sie es in zahlreichen Werken auf vielfältige Weise versucht.

 

Frieden erscheint als vielschichtiges Ideal: als Ordnung, Dialog und Verständigung. Besonders das Streichquartett gilt traditionell als musikalisches Sinnbild kommunikativen Ausgleichs – als gleichberechtigtes „Gespräch“ mehrerer Stimmen. was an sich schon ein Friedenssymbol darstellt. Weltweit assoziieren viele Menschen mit solcher Friedensphantasie die Musik Wolfgang Amadeus Mozarts.

Das Voyager Quartett greift diese Gegensätze programmatisch auf und stellt Werke gegenüber, die Kriegserfahrung, Trauer und Nachdenklichkeit ebenso thematisieren wie Hoffnung, Balance und friedliches Miteinander. Das Konzert lädt dazu ein, Musik als vermittelnde Kraft zwischen Mars und Venus zu erleben – zwischen Konflikt und Versöhnung.

GUSTAV HOLST  The Planets: “Mars, the Bringer of War“ (Arr.: A. Hörcht)

DIMITRI SCHOSTAKOWITSCH   Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 11

WOLFGANG AMADEUS MOZART  Streichquartett Nr. 21 D-Dur, KV 575 (1. Satz)

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LUDWIG VAN BEETHOVEN   Streichquartett Nr. 10 Es-Dur ,op. 74

JOHANN SEBASTIAN BACH   Dona nobis pacem (Arr.: A. Höricht) 

VOYAGER QUARTET

Nico Christians 1. Violine 
Maria Zrenner 2.Violine
Andreas Höricht Viola
Klaus Kämper Violoncello

Das Voyager Quartet hat sich 2014 gegründet. Seine Mitglieder können auf ein erfolgreiches Musikleben in berühmten Streichquartetten wie Cherubini Quartett, Modern String Quartet und in Orchestern von Weltrang wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks blicken. Mit dem Erfahrungshintergrund von unzähligen Konzerten weltweit auf renommierten Musikfestivals wie Ruhrtriennale, Rheingau Musikfestival, Berliner Festwochen, Bregenzer Festspiele, Lucern Festival und berühmten Konzerthäusern wie Gewandhaus Leipzig, Wiener Musikverein oder Lincoln Center New York über Jahrzehnte hinweg haben sich die Musiker zum Voyager Quartet zusammengeschlossen, das nun seit mehreren Jahren erfolgreich mit unterschiedlichen hochkarätigen Programmen unterwegs ist. 

 2020 bekam ihre CD »Winterreise for String Quartet« von Schubert international höchste Anerkennung und wurde in der Kategorie »Kammermusik« für den »Opus Klassik« nominiert. Im Beethovenjahr 2020 spielte das Quartett in der Villa Wahnfried an sechs Abende vor einem kleinen aber begeistertem Publikum sämtliche Streichquartette von Beethoven als Ersatz für die ausgefallenen Bayreuther Festspiele. Ihre 2021 veröffentlichte CD »Boten der Liebe« – Musik von Mahler und Wagner – wurde in den Kategorien »Kammermusik« und »Weltersteinspielung« wieder für den »Opus Klassik« nominiert. Der Deutsche Musikrat und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien vergaben 2022 dem Quartett ein großes Stipendium, um eine Oper ohne Gesang zu komponieren und zu realisieren. Dieses Werk mit dem Titel „Falsche Götter“ (Text Albert Ostermaier) wurde 2024 bei den Nibelungenfestspielen in Worms und 2026 im Rahmen der 150 jährigen Bayreuther Festspiele aufgeführt.

Foto: VOYAGER QUARTET

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