AUSSTELLUNG zum THEMA REISEN

Am Freitag, 16. Oktober, eröffnet die Keramikkünstlerin Aisha Khatib ab 19:30 Uhr ihre Ausstellung „Transit“ im Café international.

„Transit“ ist eine Sammlung von 17 Arbeiten, die Bewegung und Übergänge nicht nur geografisch, sondern als inneren Zustand erforscht. Sie thematisiert das „Dazwischen“ – jene flüchtigen Momente des Reisens, in denen Beobachtungen zu persönlichen Erfahrungen verdichten. Die Ausstellung umfasst Zeichnungen – direkte visuelle Notizen, die während der Reise entstanden sind und das subjektive Gefühl des Unterwegsseins festhalten, statt Orte bloß abzubilden – sowie keramische Wandarbeiten – physische Übersetzungen von Erinnerung und Zeit. Die Oberflächen wirken wie materielle Fragmente vergangener Erlebnisse. Außerdem werden keramische Teller auf Holztafeln präsentiert: Alltagsgegenstände, die durch Farbe und Kontext zu Bedeutungsträgern für kulturelle Bezüge und die Vielschichtigkeit gesammelter Reiseerfahrungen werden.

Die Vernissage wird vom Duo „Flying Groove“ (Thomas Ratjen & Lucia Meyer – Akkordeon, Gitarre, Gesang) musikalisch umrahmt, das in seinen Songs brasilianische Lebensfreude mit irischer Tiefgründigkeit verbindet.

Seit fast 30 Jahren arbeitet die palästinensische Keramikkünstlerin Aisha Khatib mit Ton. Ihre erste Begegnung mit Keramik fand in ihrer Heimat Israel statt, wo sie die Grundlagen dieses Handwerks und der künstlerischen Gestaltung kennenlernte. Später lebte und arbeitete sie auf der Insel Sansibar, wo sie ihre Erfahrungen im Umgang mit Ton vertiefte. Während dieser Zeit hatte sie die Möglichkeit, von verschiedenen Künstlern zu lernen und unterschiedliche Techniken der Keramikgestaltung sowie verschiedene Brennverfahren kennenzulernen. Im Jahr 2009 kehrte sie in ihr Heimatland zurück und setzte ihre künstlerische Entwicklung fort.

Die Begegnungen mit unterschiedlichen Traditionen und Arbeitsweisen prägten ihren persönlichen künstlerischen Ausdruck. Seit 2018 lebt sie in Deutschland. In Landshut absolvierte sie eine Ausbildung an der Keramikschule und schloss diese im Jahr 2022 erfolgreich ab. Heute arbeitet sie in einem Gemeinschaftsatelier mit anderen Künstlern in Landshut. Ihre Arbeiten verbinden Erfahrungen aus verschiedenen Kulturen und Lebensabschnitten. Im Mittelpunkt ihres Schaffens stehen die Möglichkeiten des Tons als Ausdrucksmittel für Erinnerung, Identität, Wandel und kulturelle Begegnung.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Interkulturellen Wochen statt.

Der Eintritt zur Vernissage ist frei. Es ist keine Voranmeldung nötig. Die Ausstellung endet am Mittwoch, 09.12.2026.

Foto: Café international

weitere Beiträge