Der Flughafen München und Lufthansa vertiefen ihr erfolgreiches Joint Venture mit einer weiteren Vereinbarung.
Eckpunkte sind der Einstieg in die Planung für den Ausbau der Terminalinfrastruktur und Regelungen zur Fortführung und Weiterentwicklung des bestehenden Joint Ventures bis 2056. Ein wesentlicher Faktor wird dabei perspektivisch der Ausbau der Langstreckenflotte in München sein. Beide Unternehmen schaffen so die strategischen Voraussetzungen für weiteres Flugverkehrswachstum am Standort.
Die Vereinbarung stärkt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Flughafens München, schafft zusätzliche hochwertige Arbeitsplätze in der Flughafenregion und trägt nachhaltig zur Wertschöpfung in Bayern bei.
Dr. Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident: „Bayern ist Luftfahrt-Land und der Flughafen München ist unser Tor zur Welt. Seit 2003 pflegen der Flughafen und die Lufthansa nun schon eine weltweit einzigartige und erfolgreiche Partnerschaft. Gemeinsam wollen wir den Satellit am Terminal 2 weiter ausbauen – in der Endstufe für bis zu zusätzlich zehn Mio. Passagiere pro Jahr. Zudem wird die Lufthansa ihr Langstreckennetz in München mit zusätzlichen Langstreckenflugzeugen und noch mehr Qualität und Service erweitern. Das ist ein Mega-Deal und ein Meilenstein für den Luftverkehrsstandort. Als Staatsregierung stehen wir zur Luftfahrt: Wir werden Drehkreuze weiter stärken, eigene Kompetenzen und Kapazitäten fördern und setzen uns für die Senkung der Luftverkehrsabgabe ein. Als Exportnation brauchen wir die Luftfahrt. Nur so werden wir im internationalen Wettbewerb erfolgreich bestehen. Danke für die gute Zusammenarbeit und alles Gute für die Zukunft!“
„Das Abkommen stärkt nicht nur die Flughafenregion, sondern den gesamten Wirtschaftsstandort Bayern. Für die Passagiere bedeutet es eine noch bessere Anbindung Bayerns an die Welt. Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, die Lufthansa für diese gemeinsame Wachstumsstrategie zu gewinnen“, sagt Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen München GmbH (FMG).

„Die Partnerschaft mit der Lufthansa ermöglicht uns, das internationale Drehkreuz bedeutend zu stärken und auszubauen. Es ist ein Meilenstein in der Entwicklung des Standorts. Für unsere Gäste bedeutet es ein deutlich besseres Angebot und noch größeren Komfort“, betont Jost Lammers, CEO des Flughafen München.
Das gemeinsame Abkommen bereitet den Weg für die konkrete Planungsphase des Bauvorhabens. Der sogenannte „T-Stiel“ soll im Osten rechtwinkelig an das bestehende Satellitengebäude angeschlossen werden. Die jährliche Kapazität des Flughafens würde damit um zehn Millionen Passagiere steigen. Gleichzeitig soll der T-Stiel für die Passagiere ein noch komfortableres Reiseerlebnis ermöglichen. Eine Eröffnung ist derzeit für 2035 geplant. Das bestehende Moratorium zur 3. Startbahn ist von der Erweiterung nicht berührt und gilt weiterhin vollumfänglich. Die zusätzlichen Passagiere können mit dem bestehenden Zwei-Bahnen-System bewältigt werden.
Die bestehende Partnerschaft des Münchner Flughafens mit Lufthansa ist Basis für den Erfolg am Standort. Mit der Inbetriebnahme des Terminal 2 am Flughafen München im Jahre 2003 starteten beide Unternehmen ein bis heute in Europa einzigartiges Joint Venture: FMG und Lufthansa tragen gemeinsam die unternehmerische Verantwortung für die von ihr genutzte Flughafeninfrastruktur im Terminal 2. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit zahlt sich aus: München ist heute nicht nur Bayerns Tor zur Welt, es ist ein etabliertes Drehkreuz und zählt als 5-Star-Airport zu den besten Flughäfen der Welt. Passagiere schätzen die hohe Servicequalität, das moderne Ambiente aber auch kurze und effiziente Wege.
Der Flughafen München hält 60 Prozent, Lufthansa 40 Prozent an der Terminal 2 Betriebsgesellschaft. Derzeit hat das Terminal 2 und das Satellitengebäude, das 2016 in Betrieb genommen wurde, gemeinsam eine Kapazität von 36 Millionen Passagieren jährlich.