Seit über 50 Jahren besteht die Städtepartnerschaft Landshuts mit Compiègne.
Daraus entwickelt hat sich eine Vielzahl an Austauschprogrammen. Eines davon findet aktuell unter anderem auf der Isar statt. Der „Landshuter Ruderverein von 1952“ hat noch bis Samstag sein französisches Pendant „Sport Nautique Compiègnoise“ (SNC) zu Gast. Eine Delegation begrüßte Zweiter Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger in Vertretung von Oberbürgermeister Alexander Putz am Mittwoch im Rathausprunksaal.
Die gegenseitigen Besuche der jungen Sportlerinnen und Sportler leisteten einen wertvollen Beitrag zur weiteren Festigung der Beziehungen zwischen den Partnerstädten, betonte der Bürgermeister: „Angesichts der unsicheren Weltlage und eines seit Jahren tobenden Kriegs mitten in Europa ist Völkerverständigung wichtiger denn je. Ich freue mich deswegen, dass so viele Jugendliche an diesem Austausch teilnehmen und damit ein lebendiges Zeichen für die deutsch-französische Freundschaft und die europäische Einigung setzen.“ Wie Haslinger dankte auch Carolin Soika als Vorsitzende des Jugendbeirats der Stadt den Verantwortlichen beider Vereine für ihr Engagement und hob die Bedeutung der Austauschprogramme hervor: „Sport, Kultur und Sprache bringen uns zusammen und machen aus Fremden Freunde.“
Die französischen Ruderer absolvieren derzeit ihren Gegenbesuch in der niederbayerischen Bezirkshauptstadt. Eine Gruppe aus Landshut war bereits im vergangenen Jahr nach Frankreich gereist, um dort gemeinsam zu trainieren und Compiègne zu erkunden. In Landshut stehen unter anderem Trainings auf der Isar sowie eine Fahrt zur Olympiaregattastrecke Oberschleißheim auf dem Programm. Geplant sind außerdem eine Stadtführung und ein Besuch der Bartlmädult. Die Gäste aus Frankreich sind während ihres Aufenthalts in Gastfamilien untergebracht. Initiiert hat den sportlichen Austausch Rudertrainer Dr. Winfried Benda, der Kontakt mit dem SNC kam über den Vereinskameraden Luc Leguan zu Stande, der aus Compiègne stammt.