STAATSMINISTER Christian BERNREITER ehrt vier PERSÖNLICHKEITEN aus Niederbayern

Bundesverdienstkreuz für verdiente Bürger aus Neufraunhofen, Wegscheid, Deggendorf und Schaufling

Höchste Anerkennung für jahrelange Verdienste um Gemeinwohl

Staatsminister Bernreiter: „Großartiger Einsatz für Mitmenschen und unsere Heimat.“

 

Bayerns Bau- und Verkehrsminister Christian Bernreiter hat am Samstagvormittag in Deggendorf im Historischen Saal des Alten Rathauses die herausragenden Leistungen von vier verdienten Bürgern aus Niederbayern gewürdigt: Johann Berndl (Neufraunhofen), Dr. Götz Erhard (Wegscheid), Anton Fink (Deggendorf) und Dr. Detlev Gück (Schaufling) erhielten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. „Sie haben auf unterschiedlichste Weise großartigen Einsatz gezeigt. Dabei ist Ihnen allen eines gemeinsam – Sie haben Ihre Mitmenschen in den Vordergrund gestellt, sich für unsere bayerische Heimat eingesetzt und dafür viel Zeit geopfert“, sagte Bernreiter: „Um auch zukünftig unser Gemeinwesen noch lebenswerter zu machen und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft zu stärken, brauchen wir Vorbilder wie Sie.“

Johann Berndl steht für außergewöhnliche familiäre Pflege und ist ein herausragendes Vorbild gelebter Nächstenliebe. Über viele Jahre pflegte er seinen Sohn Andreas, der an schwerer Multipler Sklerose erkrankte und vollständig auf Pflege und einen Rollstuhl angewiesen war. Tag und Nacht stellte er eigene Bedürfnisse zurück und kümmerte sich mit großer Hingabe um das Wohl seines Sohnes. Als seine Frau Maria Anna an Demenz erkrankte, übernahm er ab 2018 auch ihre Betreuung – ohne Unterstützung eines Pflegedienstes. Durch seine unermüdliche Fürsorge konnten beide weiterhin in vertrauter Umgebung leben. Mit seinem selbstlosen Einsatz ist Johann Berndl ein leuchtendes Beispiel für Verantwortung und Mitmenschlichkeit.

Dr. Götz Erhard engagiert sich seit über vier Jahrzehnten besonders für das gesundheitliche Wohl seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger. Von 1980 an führte er eine Allgemeinarztpraxis in Wegscheid und setzte sich früh für die Einrichtung eines Notarztstandorts ein. Zunächst fuhr er die Einsätze mit dem Privat-PKW, später gab es ein Notarzt-Einsatzfahrzeug und Fahrpersonal. 2001 wurde er leitender Notarzt des Landkreises Passau und trug wesentlich zur modernen Ausstattung der Fahrzeuge bei. Darüber hinaus wirkte er lange in verschiedenen Ämtern, im Gemeinderat und als Vorsitzender von Vereinen. Sein Engagement umfasst Natur- und Umweltschutz, kulturelle und gesellschaftliche Projekte sowie das Bayerische Rote Kreuz.

Anton Fink hat sich durch jahrzehntelanges unternehmerisches, ehrenamtliches und gesellschaftliches Engagement in besonderer Weise um die Region Deggendorf verdient gemacht. Als Inhaber der 1977 gegründeten Antonius-Apotheke steht er für verantwortungsvolles Unternehmertum und nachhaltiges Engagement im Gesundheitswesen. Zudem prägte er die Arbeit der IHK Niederbayern als (zunächst stellvertretender) Vorsitzender und Vizepräsident. Er wirkt zudem als ehrenamtlicher Finanz- und Handelsrichter, gründete 1998 die Fink-Stiftung zur Förderung internationaler Studienaufenthalte und setzt mit dem „Anton Fink Wissenschaftspreis für Künstliche Intelligenz“ ein Zeichen für Forschung und Innovation. Auch Tierschutz und Kommunalpolitik liegen ihm am Herzen.

Dr. Detlev Gück hat sich durch seinen selbstlosen Einsatz für hilfsbedürftige Menschen in den ärmsten Regionen der Welt herausragende Verdienste erworben. Seit Ende seines Studiums nutzt er jedes Jahr seinen Urlaub, um medizinische Hilfe zu leisten, insbesondere augenärztliche Behandlungen unter oft schwierigsten Bedingungen in Ländern wie Afghanistan, Pakistan, Nigeria und Indien. Dabei versorgt er täglich Hunderte Patientinnen und Patienten mit Medikamenten und Brillen, schenkt ihnen Würde und Selbstständigkeit und arbeitet eng mit einheimischen Helfern zusammen. 2006 gründete er den Verein „Kleine Hilfe“, der heute mehrere Kinderzentren im Himalaya und in Nepal unterstützt. Auch in seiner Heimat Schaufling engagiert er sich nachhaltig und vernetzt Menschen für Hilfsprojekte.

 

Fotos: Stadt Deggendorf

 

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