WAHLABSCHLUSS der SPD BODENKIRCHEN beim FRÜHSCHOPPEN in BINABIBURG

Daseinsvorsorge als wichtiges Thema in der Gemeinde und im Landkreis

Bei einem Frühschoppen im Wirtshaus an der Bina läutete die SPD Bodenkirchen die finale Phase des Wahlkampfs ein. SPD-Vorsitzender Markus Schlichter freute sich über das große Interesse an Politik und Weißwürsten und konnte neben den Kreistagskandidaten, zahlreiche SPD Ortsvereine und  besonders die Landratskandidatin Ruth Müller und die Vilsbiburger Bürgermeisterin Sibylle Entwistle begrüßen.„Eine Woche vor der Wahl wird nun vielen Menschen bewusst, dass ihre Entscheidung gefragt ist und Veränderungen in der politischen Landschaft anstehen – und zwar an der obersten Führungsebene in unserem Landkreis Landshut“, spann Schlichter nach dem musikalischen Einstieg durch die „Koarbläser“ aus Dietelskirchen und einem Grußwort von Bürgermeister Hans Luger aus Gerzen den Bogen zur Kreistagswahl und zur Landratskandidatin Ruth Müller.

Diese verband ihre drei Hauptthemen mit ihrer beruflichen, ehrenamtlichen und politischen Vita und brachte ihre Kompetenzen auf eine einfache Formel: „30 Jahre Berufserfahrung in der Privatwirtschaft, 30 Jahre Kreisrätin im Landkreis Landshut und zwölf Jahre Abgeordnete im Bayerischen Landtag und dazu viel ehrenamtliches Engagement im kirchlichen und sozialen Bereich“. Ehrenamtlich habe sie im Rettungsdienst beim BRK vor rund 40 Jahren begonnen – und genau deshalb wisse sie, wie wichtig gerade im ländlichen Bereich eine gute Krankenhausstruktur ist – und für dessen Erhalt habe sie sich 24 Jahre im Verwaltungsrat auf Landkreis-Ebene und im Ausschuss für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag eingesetzt. „Wir haben als SPD dafür gesorgt, dass der Zuschlag für den Hebammenstudiengang 2018 an die Hochschule Landshut kam“, erinnerte Müller die Zuhörer. Und es sei eine SPD-Initiative gewesen, die den Medizincampus Niederbayern ermöglicht habe, machte Müller deutlich, die seit über 12 Jahren Mitglied im Kuratorium der Hochschule Landshut ist.

Auch wenn gerade die Emotionen rund um eine Whats-App-Nachricht zum Vilsbiburger Krankenhaus hohe Wellen schlagen, so müsse man doch versuchen, jenseits von Drohungen gegenüber Mitarbeitenden, sachlich zu bleiben, forderte Müller. Denn es sei im Interesse aller Patienten, ihrer Angehörigen und auch der Beschäftigten, dass eine flächendeckende medizinische Versorgung gewährleistet ist – und das noch dazu in einem Flächenlandkreis mit weiten Wegen wie im Landkreis Landshut.

Durch die Fusion der Krankenhäuser sollten Synergieeffekte genutzt und Defizite reduziert werden. Wichtig sei ihr jedoch vor allem, den Beschäftigten weiterhin gute Perspektiven zu bieten und neue medizinische Angebote in die Region zu holen, etwa in den Bereichen Augenheilkunde, Dermatologie, Gesichtschirurgie oder Kinderwunschbehandlung.

Und noch ein Thema sprach Müller an, das sie seit Monaten umtreibt und das durch die aktuellen geopolitischen Entwicklungen noch einmal mehr Brisanz gewonnen hat:
„Leider werden wir uns auch mit der Frage beschäftigen müssen, ob wir vielleicht in Zukunft noch ganz andere Spezialabteilungen aufbauen müssen, die wir in den letzten 80 Jahren nicht mehr gebraucht haben. Ich denke hier beispielsweise auch an die Nachversorgung und Rehabilitation“, so Müller.

Auf Bundesebene sei ein neues Gesetz in Planung, um unser Gesundheitssystem krisenfest zu machen, berichtete Müller. Krankenhäuser sollen im Ernstfall nicht nur die normale Versorgung sichern, sondern auch auf Katastrophen, größere Notlagen oder militärische Konflikte vorbereitet sein.

Unterm Strich bedeute das für unsere Region: „Mehr Behandlungskapazitäten. Mehr Reserven. Klare Strukturen.“

Mit dem Appell, Krankenhäuser nicht nur als medizinische Einrichtungen zu betrachten, sondern als Teil unserer kritischen Infrastruktur, die nicht nur nach Defizitzahlen zu bewerten seien, setzte die Landratskandidatin nachdenkliche Akzente in der Debatte. Denn Krankenhäuser gehörten zu unserer Sicherheitsvorsorge. „Und deshalb setzen wir uns für den flächendeckenden Erhalt ein“, schloss Müller ihre Ausführungen.

Sibylle Entwistle berichtete in Ihrem Grußwort über die Herausforderungen, die derzeit für die Stadt Vilsbiburg anstehen. Insbesondere der Bau der Realschule in Vilsbiburg aber auch die Debatte um das Krankenhaus Vilsbiburg erläuterte die Kreisrätin ausführlich. Darüber hinaus berichtete Frau Entwistle auch über die anstehende Renovierung des Sonderpädagogischen Förderzentrum ins Bonbruck und den aktuellen Stand.

Dr. Bernd Vilsmeier, Kreisrat und Bürgermeisterkandidat für Marklkofen erläuterte die wirtschaftlichen Herausforderungen eines Landkreises. Gerade der Landkreis Dingolfing-Landau bietet mit der starken Industrie viele Arbeitsplätze, für dessen Erhalt zusammen mit den Gewerkschaften gerungen werden muss.

Thomas Höbel, Bürgermeisterkandidat aus Velden, ergänzte mit seinem Grußwort eine interessante und in der Diskussion spannende Veranstaltung, ehe die Veranstaltung von den Koabläsern aus Dietelskirchen abgerundet wurde.

Foto: Büro Müller

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