30 Jahre kleines Theater: Brandschutzsanierung, moderne Lüftungsanlage und LED-Beleuchtung zum Jubiläum

Stadt investierte mit Unterstützung von Bund und Freistaat rund 450.000 Euro in die Spielstätte Rottenkolberstadel – OB Putz würdigt bei Ortstermin Arbeit von Intendant Grunert

Das 1992 gegründete „kleine Theater – Kammerspiele Landshut“ feiert in der laufenden Spielzeit 2022/23 sein 30-jähriges Bestehen. Pünktlich zum Jubiläum investierte die Stadt kräftig in den Rottenkolberstadel, der seit mittlerweile 25 Jahren als Spielstätte des kleinen Theaters dient. So wurde im Juni 2022 mit der erforderlichen Brandschutzsanierung begonnen, die inzwischen ebenso abgeschlossen ist wie die im Frühjahr 2023 durchgeführte Um- und Aufrüstung der Lüftungsanlage. Zug um Zug modernisiert wird zudem die Beleuchtung, wobei von Halogen- auf energiesparende LED-Strahler umgestellt wird. Insgesamt investierte die Stadt mit finanzieller Unterstützung des Bundes und des Freistaats rund 450.000 Euro in die Maßnahmen. Kürzlich besichtigte eine städtische Delegation mit Oberbürgermeister Alexander Putz sowie den Referenten Klaus Peißinger (Referat 1 für Allgemeine Verwaltung und Kultur) und Johannes Doll (Referat Bauen und Umwelt) an der Spitze die Spielstätte.

Putz nutzte die Gelegenheit, um die Bedeutung des kleinen Theaters zu würdigen. „Neben dem Landestheater Niederbayern hat sich das kleine Theater in den vergangenen drei Jahrzehnten zu einer tragenden Säule der Kulturstadt Landshut entwickelt und genießt beim Publikum längst auch weit über die Grenzen unserer Region hinaus hohes Ansehen“, so der Oberbürgermeister. „Das ist allen voran das persönliche Verdienst von Sven Grunert, der bekanntlich in Personalunion als Intendant und Geschäftsführer fungiert.“ Grunert kümmere sich seit der ersten Vorstellung im Oktober 1992 mit beispielhaftem Engagement und hoher Kompetenz um „sein“ Theater. „Vor allem aber bringt er sehr viel Herzblut ein“, betonte Putz. „Dafür bedanke ich mich im Namen der Stadt Landshut und tausender Theaterfreunde aus Nah und Fern herzlich und gratuliere dem gesamten Ensemble zu diesem stolzen Jubiläum.“

Die umfangreichen Investitionen in den Rottenkolberstadel als Spielstätte des kleinen Theaters sind laut OB Putz freilich nicht als Jubiläumsgeschenk zu verstehen, sondern als klares Bekenntnis der Stadt zum kleinen Theater. Das sieht Grunert genauso: „Gerade die Brandschutzsanierung und der Einbau der neuen Lüftungsanlage waren echte Meilensteine für uns“, sagte er. Denn damit sei die Zukunft des Rottenkolberstadels als Spielstätte des kleinen Theaters „für die nächsten 20, 30 Jahre gesichert. Für uns ist das Motivation und Verpflichtung zugleich, weiterhin anspruchsvolles, vielseitiges Theater für unser Publikum insbesondere in der Stadt Landshut und der Region Niederbayern zu schaffen.“ Sein Dank gehe an die Stadt, an das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, die Regierung von Niederbayern und alle Fördergeber: „Sie haben uns nicht nur diese Baumaßnahmen ermöglich, sondern uns 30 Jahre lang bei allen Entwicklungsschritten unterstützt“, betonte Grunert. „Das wissen wir sehr zu schätzen.“

Im Zuge der Brandschutzsanierung wurden im kleinen Theater neue Notausgänge geschaffen bzw. umgebaut, Brandschutz-Stahltüren erneuert und Rauchmelder installiert. Dazu kamen eine neue Brandmelde- und Alarmierungsanlage sowie eine Sicherheitsbeleuchtung. Außerdem waren auch einige architektonische Maßnahmen notwendig. So wurde im oberen Foyer eine stabile Brandschutztür aus Eichenholz mit Glaselementen eingebaut. Damit ist nun eine Trennung der beiden Rettungswege gewährleistet. Insgesamt kostete die Brandschutzsanierung etwa 210.000 Euro, wobei der Eigenanteil der Stadt nach Abzug der vom Freistaat bzw. vom Kulturfonds Bayern gewährten Fördermittel in Höhe von 55.000 Euro bei 155.000 Euro lag.

Für die Modernisierung der Lüftungsanlage kam die Stadt in den Genuss großzügiger Fördermittel des Bundes. Grund war die Corona-Pandemie, in deren Folge Förderprogramme für leistungsfähige Lüftungsanlagen auch in Kultureinrichtungen aufgelegt worden waren. Die bisherige Anlage im Rottenkolberstadel stammte noch aus dem Jahr 1998 und war entsprechend störungsanfällig, so Grunert. „Insofern war es naheliegend, die vom Bund in Aussicht gestellte Beteiligung von 80 Prozent der Kosten zu nutzen und so die Lufthygiene für das Publikum nachhaltig zu verbessern.“ Dieses Projekt, das aufgrund allgemeiner Lieferschwierigkeiten erst im März 2023 und mithin nach dem Abflauen der Pandemie umgesetzt werden konnte, schlug mit circa 200.000 Euro zu Buche. Nach Abzug der staatlichen Förderung verblieb bei der Stadt damit ein Eigenanteil von 40.000 Euro.

Weitere rund 40.000 Euro flossen in die Modernisierung der Beleuchtung. Langfristig sollen 80 Prozent der Lichttechnik im kleinen Theater von Halogen auf LED umgestellt werden. Die ersten acht LED-Scheinwerfer sind mittlerweile installiert und eröffnen Intendant Grunert und seinem Ensemble nicht nur neue technische Möglichkeiten bei Inszenierung und Darstellung der Stücke, sondern tragen auch zur Energieeinsparung bei. Für diese Maßnahme gab es einen Zuschuss von knapp 12.000 Euro aus dem bayerischen Kulturfonds.

Foto:
Stadt Landshut 
Bildbeschreibung:
Glückwunsch zum Jubiläum – Oberbürgermeister Alexander Putz (Vierter von rechts) gratulierte Intendant Sven Grunert und Manuela Bartha, Büroleiterin im künstlerischen Betriebsbüro der Kammerspiele Landshut und Assistenz der Geschäftsführung, zum 30-jährigen Bestehen des kleinen Theaters. Begleitet von einer Delegation der Stadtverwaltung mit den Referenten Klaus Peißinger und Johannes Doll (von rechts) an der Spitze hatte der Rathauschef zuvor den Rottenkolberstadel besucht, der seit 1998 als Spielstätte dient.

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