MAIANDACHT beim BILDSTÖCKL am KÜHBERG

Glaube und Gemeinschaft trotzen dem Wetter

Auch in diesem Jahr versammelten sich zahlreiche Gläubige und Gäste zur traditionellen Maiandacht beim Bildstöckl am Kühberg in Achdorf. Trotz unbeständigen Wetters ließen sich rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht davon abhalten, gemeinsam innezuhalten und der Gottesmutter Maria zu gedenken.

Organisiert wurde die Andacht wie in jedem Jahr vom Bürgerverein Achdorf unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Gerd Steinberger. Die feierliche Gestaltung übernahm Pfarrverbandsleiter und Dekan Alexander Blei, der in seiner Predigt die Mutterliebe und die Bedeutung Marias in den Mittelpunkt stellte. Persönliche Erfahrungen und einfühlsame Erzählungen verliehen seinen Worten dabei eine besondere Tiefe und Nähe. Musikalisch begleiteten Mitglieder der Stadtkapelle unter Leitung des 2. Dirigenten Horst Kirch die Andacht.

In seiner kurzen Ansprache griff Steinberger den Gedanken des Pfarrverbandsgründungsgebets auf und verband diesen mit einem aktuellen Anliegen: „Eine Andacht ist recht und schön, aber ich denke auch die Darstellungen, sei es jetzt figürlich oder bildlich, sollten entsprechend gewürdigt werden.“ Er berichtete von einem großen Kreuz mit Corpus Christi vom Birkenberg, das sich in einem desolaten Zustand befindet und inzwischen im Stadtgartenamt gesichert wurde. „Man konnte von Glück sagen, dass es nicht bereits durch einen Sturm umgelegt worden war“, so Steinberger.

Nach ersten Abstimmungen habe man sich darauf verständigt, dass die Stadt den Unterbau übernimmt, während sich der Bürgerverein Achdorf der Restaurierung des Kreuzes annimmt. Mit einem Augenzwinkern richtete Steinberger dabei auch eine Bitte an Pfarrer Blei: „Und wenn die Stadt so fix ist, bitte ich dich, lieber Alexander, an Maria Himmelfahrt dieses Kreuz wieder zu segnen.“ Dieses Engagement sei ein weiteres Beispiel dafür, wie sich der Bürgerverein aktiv für den Erhalt und die Würdigung religiöser und kultureller Zeichen im Stadtteil einsetzt. Passend dazu zitierte Steinberger aus dem Gebet: „Öffne unsere Augen und Herzen für die vielfältigen Schätze, die alle unsere Gemeinden bergen, und erfülle uns mit der Bereitschaft, einander an diesen Schätzen teilhaben zu lassen.“

Im Anschluss übergab er das Wort an Georg Neumeier, dem Stifter des Bildstöckls. Neumeier dankte allen Beteiligten für die Organisation und Durchführung der Andacht sowie für das große Engagement rund um diesen besonderen Ort der Besinnung.

Trotz der wechselhaften Witterung nutzten viele Besucherinnen und Besucher im Anschluss die Gelegenheit, noch länger zu verweilen, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Abend bei einem Getränk und kleinen Speisen ausklingen zu lassen.

Die Maiandacht beim Bildstöckl am Kühberg hat damit einmal mehr gezeigt: Gelebter Glaube und ein starkes Miteinander lassen sich auch von grauen Wolken nicht trüben.

Foto:
Bürgerverein Achdorf

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