“HORIZONTE der FREIHEIT”

Internationale Filmnächte an der Rochuskapelle

Bereits zum neunten Mal veranstaltet das Kulturteam des Haus International in Kooperation mit dem Kinoptikum vom 2. bis 4. Juli ein Filmwochenende im Freien neben der Rochuskapelle. Gezeigt werden unter dem Motto „Horizonte der Freiheit“ drei Filme aus verschiedenen Ländern – in der Regel in den Originalsprachen mit deutschen Untertiteln. Bei Schlechtwetter werden die Filme in der Rochuskapelle gezeigt. Die Filmnächte finden im Rahmen des Landshuter Kultursommers statt.

Als Auftakt wird am Donnerstag, 2.7. der Film “Lolita lesen in Teheran“ des israelischen Regisseurs Eran Riklis in farsi und deutsch gezeigt (Israel / Italien 2025). Teheran in den 1990er-Jahren: Während die religiöse Kontrolle den Alltag bestimmt, wagt die Professorin Azar Nafisi einen gefährlichen Akt der Freiheit. In ihrer Wohnung versammelt sie heimlich sechs Studentinnen, um verbotene Meisterwerke der Weltliteratur zu lesen – von Nabokov bis Jane Austen. Hinter verschlossenen Türen wird die Literatur zum Spiegel ihrer eigenen Sehnsüchte. Inmitten der politischen Repression wird das Lesen zu einem Akt der Selbstermächtigung, der die Frauen zum Reflektieren über Freiheit, Liebe und Identität inspiriert. Ein zutiefst bewegendes Drama über die subversive Kraft der Worte – in poetischen Bildern zeigt diese Bestseller-Verfilmung, wie der Geist selbst in dunklen Zeiten Räume unantastbarer Freiheit erschafft.

Am Freitag, 3.7. geht es weiter mit dem Film „Reinas – die Königinnen“ von Regisseurin Klaudia Reynicke in spanisch und deutsch (Schweiz Peru, Spanien 2025). Lima, Sommer 1992: Die Stadt versinkt im sozialen und politischen Chaos. Inmitten dieser Unsicherheit plant Elena für sich und ihre Töchter Lucía und Aurora den Aufbruch in ein neues Leben in den USA. Doch für den ersehnten Neuanfang fehlt eine entscheidende Unterschrift: Die von Carlos, dem entfremdeten Vater. Sein plötzliches Wiederauftauchen wirbelt die Gefühlswelt der Familie auf und verwandelt den bevorstehenden Abschied in eine Zerreißprobe zwischen alten Wunden und neuer Hoffnung. Ein Meisterwerk voll tiefer Zärtlichkeit. Regisseurin Klaudia Reynicke erzählt eine feinfühlige Geschichte über Familie, Sehnsucht und den Mut, loszulassen.  Berlinale-Preisträger & Oscar-Kandidat – ein bewegendes Porträt über den Aufbruch ins Ungewisse.

Zum Abschluss am Samstag, 4.7. wird der Film „All We Imagine as Light“ (Indien, Niederlande, Luxemburg, Frankreich 2024) von Regisseurin Payal Kapadia in hindi, malalayam und deutsch gezeigt. Mumbai, 2024: Im verregneten Mumbai teilen sich die Krankenschwestern Prabha und Anu eine Wohnung. Während Prabha auf ein Lebenszeichen ihres Mannes aus Deutschland wartet, liebt die jüngere Anu heimlich einen muslimischen Mann. Als die beiden gemeinsam mit ihrer Kollegin Parvaty in ein Küstendorf reisen, bietet der Zufluchtsort Raum für lang ersehnte Träume. Regisseurin Payal Kapadia verbindet in diesem poetischen Meisterwerk die rauen Realitäten moderner Frauen mit magischen Kinomomenten. Großes, emotionales Arthouse-Kino. Visuell berauschend, feinfühlig und atmosphärisch – ein Sozialdrama, das unter die Haut geht. Ausgezeichnet mit dem Großen Preis der Jury beim Cannes Filmfestival.

Einlass ist jeweils ab 19.30 Uhr. Getränke gibt es vom Café international. Die Live-Musik im Vorproramm beginnt um 20 Uhr, die Filme bei Einbruch der Dunkelheit. Als Music-Act spielt am 2. Juli das Wolfgang Betz Trio, am 3. Juli stellt sich die neue Latino–Band „Flor de Calle“ vor und den 4. Juli gestaltet Monir Aziz.

Der Eintritt ist auf Spendenbasis, die Musiker spielen für den Hut, die Platzzahl ist begrenzt. Mehr Information gibt es beim Haus International unter 0871-31947480 oder info@haus-int.de

Fotos:
Haus international

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