Mögliche R Ü C K K E H R zum ZIVILDIENST

 FREIE WÄHLER-Fraktion befürwortet Wiedereinführung

Streibl: Junge Menschen müssen vom Einsatz im Dienste der Gesellschaft profitieren können

„Die mögliche Wiedereinführung eines neuen Zivildienstes im Zuge einer Bedarfs-Wehrpflicht begrüße ich ausdrücklich. Als FREIE WÄHLER-Fraktion fordern wir bereits seit Jahren die Einführung eines verpflichtenden Gesellschaftsjahres für alle, das wahlweise bei der Bundeswehr, den Rettungsdiensten, in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen oder auch im Dienste des Umwelt- und Klimaschutzes abgeleistet werden könnte. Mit einem zwölfmonatigen Dienst für jeden könnte der Personalmangel im Gesundheits-und Pflegesektor abgefedert und wichtige soziale Einrichtungen nachhaltig gestärkt werden.

Vorstellbar ist für uns, dass der Dienst in mehreren Etappen abgeleistet werden kann, um der persönlichen Lebenssituation der jungen Menschen Rechnung zu tragen. Wichtig ist uns zudem, dass Männer und Frauen gleichermaßen in die Pflicht genommen werden. Denn die Gleichberechtigung von Mann und Frau steht nicht nur im Grundgesetz, sondern ist auch in der Gesellschaft angekommen. Ziel darf aber nicht sein, dass die jungen Menschen einsatzbereite Soldaten oder voll ausgebildete Pflegekräfte ersetzen. Vielmehr muss es bei einem neuen Zivildienst darum gehen, dass die jungen Männer und Frauen qualifizierten Arbeitskräften unterstützend zur Seite stehen und letztlich auch dazu motiviert werden, aus ihrem Dienst einen Beruf zu machen. So könnten niedrigschwellig die notwendigen Nachwuchskräfte in diesen für unsere Gesellschaft so wichtigen Bereichen gewonnen werden.

Im Gegenzug sollten die jungen Menschen von guter Bezahlung, Rentenpunkten, einer Anrechnung auf den Numerus clausus sowie der Möglichkeit zur Erlangung von Führerscheinen und Qualifikationen profitieren. Nur so könnte 15 Jahre nach dem Aus der Wehrpflicht die nötige Akzeptanz für den Einsatz im Dienste der Gesellschaft geschaffen werden.“

 

Foto: Streibl priv.

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