ACE-Regionalausschuss-Tagung in Dinkelsbühl
Dingolfing – Landshut – Pfarrkirchen – Erding.
Bei der diesjährigen Tagung des Regionalausschusses für die Region Bayern des Auto-Club-Europa (ACE) in Dinkelsbühl am vergangenen Samstag standen die Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates im Mittelpunkt. Geleitet wurde die Tagung vom ACE-Regionalvorstand für Bayern mit dem Vorsitzenden Markus Retsch und seinem Stellvertreter dem örtlichen ACE-Kreisvorsitzenden Dr. Bernd Vilsmeier.
Der ACE wird auch weiterhin seine Hauptaufgabe als Mitgliederorganisation rund um die Themen Verkehr und Mobilität in den Mittelpunkt stellen und ein optimales Preis-Leistungsverhältnis für seine Mitglieder anbieten, so die beiden ACE-Vorsitzenden Sven-Peter Rudolph und Herbert Müller. Die Berichte der beiden Vorstände zur aktuellen Situation und für die zukünftige Aufstellung machten klar, dass der ACE mit seinen knapp 600.000 Mitgliedern ein starker Verein ist, der ausschließlich von ehrenamtlich aktiven Mitgliedern getragen wird. Weithin will der ACE mit seinem attraktiven Angebot aktive Mitgliederwerbung betreiben, um für die nächsten Jahre leistungsfähig und attraktiv zu bleiben, und seinen Bekanntheitsgrad zu steigern. Finanziell steht der ACE auf einem sehr guten Fundament, um weiterhin seine Leistungen für seine Mitglieder erbringen zu können. Trotzdem muss sich der ACE der Digitalisierung stellen, um auf der Höhe der Zeit zu sein und zu bleiben.
Breiten Raum bei der Tagung nahm die Vorstellung der Konzeption und die Durchführung der diesjährigen ACE-Clubinitiative im Ehrenamt für 2026 „Kopf hoch!“ ein. Die Initiative will die gefährliche Ablenkung durch Smartphones im Verkehr in den Mittelpunkt rücken. Jeden Tag sitzen in Deutschland Millionen Menschen hinter dem Steuer, nur lassen sich zahlreiche Autofahrer durch die Benutzung von Smartphones ablenken: Eine schneller Blick auf Nachrichten, ein Musikwechsel, ein kurzer Check der sozialen Medien. Der kleine Alltagshelfer ist stets griffbereit und das Gefahrenpotential enorm, denn schon wenige Sekunden Ablenkung erhöhen das Unfallrisiko drastisch, so ACE-Kreisvorsitzender Vilsmeier.
Bereits zwei Sekunden Ablenkung bedeuten bei einem Tempo von 50 km/h innerorts schon 28 Meter Blindflug, selbst bei 30 km/h sind es bereits 17 Meter – eine Strecke von vier Autolängen, auf der viel passieren kann. Besonders gefährdet sind dabei die schwächeren Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger oder Radfahrer. Laut der Unfallstatistik von 2024 wurden bei 5309 Unfällen mit Personenschaden Ablenkung als Ursache erfasst. In 1039 Fällen war die Nutzung elektronischer Geräte nachweislich ursächlich. Dabei kamen insgesamt 25 Menschen ums Leben.
Deshalb wollen die rund 700 ACE-Ehrenamtlichen mit der diesjährigen Aktion „Kopf hoch!“ Aufmerksamkeit auf dieses ganz wichtige Thema lenken, indem sie in ganz Deutschland an innerstädtischen Kreuzungen sichtbare Handyverstöße dokumentieren. Dazu wurde ein standardisierter Fragebogen erstellt, mit dem die gefährliche Nutzung von Smartphones im Verkehr systematisch erfasst und ausgewertet werden kann.
Die Ehrenamtlichen in den ACE-Kreisen werden ab April diese Aktion umsetzen, die Daten erfassen und auswerten. Im Herbst sollen dann die Ergebnisse für ganz Deutschland vorliegen und veröffentlicht werden. Das Ziel ist, auf die Risiken durch Nutzung von Smartphones im Verkehr aufmerksam zu machen und für diese Gefahrenlage zu sensibilisieren, so die Vorsitzenden Retsch und Vilsmeier.