Knapp fünf Millionen Euro aus dem Programm „PflegesoNah“ fließen ins niederbayerische Reisbach
Bayern treibt den Ausbau des Pflegeplatz-Angebots im Freistaat weiter voran. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach am Sonntag anlässlich der Übergabe eines Förderbescheids für ein Projekt im niederbayerischen Reisbach hingewiesen.
Gerlach sagte: „Mit diesem Projekt fördern wir einen Um- und Erweiterungsbau mit knapp fünf Millionen Euro. So sollen 78 Dauerpflegeplätze und 2 Kurzzeitpflegeplätze entstehen.“
Gerlach betonte: „Wir müssen uns weiterhin den demografischen Herausforderungen stellen und unsere Versorgungsstrukturen anpassen, denn die Zahl pflegebedürftiger Menschen steigt kontinuierlich. Mir ist es ein wichtiges Anliegen, dass pflegebedürftige Menschen in Bayern nah am Wohnort die Versorgung und Betreuung bekommen, die sie benötigen und sich wünschen.“
In Reisbach im Landkreis Dingolfing-Landau soll das Kreisseniorenheim St. Josef umgebaut und erweitert werden. Das Konzept berücksichtigt bei den baulichen Maßnahmen sowohl Aspekte der Demenzsensibilität als auch Seh- und Hörbeeinträchtigungen. Im Erdgeschoss entstehen eine eigene Demenzwohngruppe mit direktem Zugang zu einem geschützten Demenzgarten sowie weitere Rückzugsorte als ‚Orte der Stille‘. Ein Hospizzimmer mit Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige schafft zusätzliche Versorgungsqualität.
Die Ministerin erläuterte: „Ein besonderer Schwerpunkt unseres Förderprogramms PflegesoNah ist die Öffnung in den sozialen Nahraum. Genau diesen Weg beschreitet man in Reisbach. Mit dem Café, Laden, Friseur, Beratungsangeboten, Veranstaltungen sowie der Zusammenarbeit mit Vereinen, Ehrenamtlichen und weiteren Partnern werden Begegnungsorte für die gesamte Gemeinde geschaffen. Das ist nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohner von Vorteil, sondern stärkt den sozialen Zusammenhalt insgesamt.“
Gerlach hob hervor: „Mit der Öffnung in den sozialen Nahraum trägt die Einrichtung auch zur Umsetzung der Strategie ‚Gute Pflege. Daheim in Bayern.‘ bei. Die sozialen Angebote finden im direkten Umfeld des Pflegeheims statt und ermöglichen es Pflegebedürftigen so, länger zu Hause betreut und versorgt werden zu können.“
Die Ministerin fügte hinzu: „Wir setzen uns in Bayern seit Jahren dafür ein, individuelle und bedarfsgerechte Angebote auszubauen. Seit Einführung des Förderprogramms des Bayerischen Gesundheitsministeriums konnten fast 8.900 Pflegeplätze mit rund 410 Millionen Euro gefördert werden.“
Weitere Informationen rund um die Förderrichtlinie finden Interessierte im Internet auf der Website des Landesamts für Pflege unter www.lfp.bayern.de/pflegesonah-investitionskostenrichtlinie/.