Für soziales und nachhaltiges REISEN

Ruth Müller freute sich über einen gelungenen Austausch bei der SPD-Tourismuskonferenz in München

Tourismus ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, auch für die Region Landshut. 2024 war zum Beispiel ein Rekordjahr für die Stadt Landshut; die Übernachtungszahlen sind im Vergleich zum Vorjahr um 16,2 Prozent gestiegen. Aber wie sieht es in strukturschwächeren Regionen aus, wie ist es um die Bezahlbarkeit, die Barrierefreiheit und die Nachhaltigkeit bestellt? Zu diesen Themen haben sich Tourismuspolitiker aus ganz Deutschland bei der SPD-Sprecherkonferenz im Münchner Maximilianeum ausgetauscht. Gemeinsam mit ihrer Fraktionskollegin Martina Fehlner hatte Ruth Müller als Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus die zweitägige Tagung organisiert.

Ein wichtiges Thema mit Blick auf die Zukunft war dabei auch die Tourismusfinanzierung. „In der aktuellen wirtschaftlich schwierigen Lage fehlt es den Ländern und Kommunen oft an Mitteln für wichtige Investitionen – die aber unerlässlich sind, um den Tourismus zukunftsgerichtet auszubauen“, so Ruth Müller.

Neben sozialen Aspekten des Tourismus, nämlich der Bezahlbarkeit, und damit dem Recht für Alle auf Urlaub, berieten die Teilnehmer*innen auch über ein länderübergreifendes Netzwerk für bezahlbare Urlaubsangebote. Es könnte als Informationsplattform dienen, wo es preisgünstige Übernachtungsangebote wie Jugendherbergen oder Familienstätten gibt.

Auch die weiter steigende Nachfrage nach nachhaltigen Reiseangeboten stand auf der Agenda. „Urlauber möchten eine intakte Natur und gerechte soziale Strukturen vor Ort vorfinden“, so Ruth Müller. Dies sei auch eine Chance für Niederbayern.  Nicht zuletzt komme ein nachhaltig ausgerichteter Tourismus auch der Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung zugute.

Barbara Radomski, Geschäftsführerin der BayernTourismus GmbH, sowie Prof. Dr. Alfred Bauer, Leiter des Bayerischen Zentrums für Tourismus (BZT), und Tourismusforscher Prof. Dr. Jürgen Schmude lieferten zudem mit Fachvorträgen und aktuellen Forschungsergebnissen wichtige Impulse.

Einig waren sich die Teilnehmenden der Konferenz am Ende darin, dass es für den Tourismusstandort Deutschland von essenzieller Bedeutung ist, die Branche auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten finanziell ausreichend auszustatten. Auch die Olympia-Bewerbung von vier deutschen Städten und Regionen, darunter die Region München, wurde übereinstimmend als positiv für die Tourismusentwicklung in Deutschland eingeordnet.  „Letztlich ist München nah genug, dass auch Stadt und Landkreis Landshut von den Olympia-Besucher*innen profitieren würden“, so Müller.

Fotograf:
Johannes Lohmaier

 

 

weitere Beiträge