ÖPNV in BAYERN: Mehr ANGEBOT und mehr NACHFRAGE

ÖPNV-Strategie 2030 zeigt Wirkung!

  • ÖPNV-Angebot im Freistaat legt 2025 im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent zu – insbesondere der ländliche Raum profitiert
  • ÖPNV-Nachfrage: + elf Prozent gegenüber Vor-Corona-Niveau
  • Bernreiter: Bund muss mehr Geld für ÖPNV bereitstellen!

Die Bayerische Staatsregierung hat im Dezember 2022 die ÖPNV-Strategie 2030 auf den Weg gebracht und setzt diese seither gemeinsam mit ihren Partnern um. Ziel: mehr Fahrgäste und dadurch auch mehr Klimaschutz. Ein aktuelles Monitoring zeigt nun, dass der Freistaat hierbei auf einem guten Weg ist. Bayerns Verkehrsminister Bernreiter: „Das ÖPNV-Angebot in Bayern entwickelt sich trotz vieler Herausforderungen weiterhin insgesamt positiv.

Die Fahrplankilometer sind 2025 gegenüber dem Vorjahr bayernweit um 3,0 Prozent gestiegen – also mehr Bus- und Bahn-Verbindungen für die Menschen in Bayern. Während wir in den Metropolen das bereits hohe Niveau weitgehend halten konnten, hat das Angebot im Verdichtungsraum, um die Zentren herum, um 1,9 Prozent zugelegt. Was mich aber ganz besonders freut: Im ländlichen Raum konnten die kommunalen Aufgabenträger das Angebot wesentlich verbessern – ein Plus von 4,8 Prozent. Das ist eine echte Erfolgsgeschichte!“

Eine zentrale Erkenntnis: Abseits der Metropolen können immer mehr Menschen von flexiblen ÖPNV-Angeboten profitieren. Im ländlichen Raum sind bereits 38,4 Prozent des ÖPNV auf der Straße bedarfsgesteuert – also Angebote auf Abruf wie Rufbusse oder Anrufsammeltaxis. Dies ist ein bedeutender Erfolg der Förderung durch den Freistaat.

„Eine leistungsfähige Infrastruktur und ein attraktiver ÖPNV bildet in der Stadt ebenso wie auf dem Land die Grundlage für ein breites Mobilitätsangebot und damit attraktive Lebensverhältnisse“, sagt Bernreiter und führt weiter aus: „Nur mit passenden Angeboten und angemessenen Tarifen können zukünftig noch mehr Fahrgäste vom ÖPNV überzeugt werden – so kann am Ende auch das Klima gewinnen.“

Auch die ÖPNV-Nachfrage hat sich insgesamt sehr positiv entwickelt und liegt wieder deutlich über dem Vor-Corona-Niveau. Die Nachfrage überstieg 2024 das Niveau von 2019 insgesamt um elf Prozent. Besonders stark ist die Entwicklung im Schienenpersonennahverkehr: Dort lag die Nachfrage 2024 bereits 23,8 Prozent über dem Niveau von 2019 und stieg gegenüber 2023 um 16,9 Prozent. Wesentliche Einflussfaktoren auf die Nachfrageentwicklung sind das Deutschlandticket und Angebotsverbesserungen im Schienenpersonennahverkehr.

Bernreiter fordert: „So erfreulich die Entwicklung auch ist, muss allen klar sein: Der ÖPNV-Ausbau kann nur mit genug Geld gelingen! Gerade der Schienenpersonennahverkehr kämpft mit steigenden Trassenpreisen und höheren Kosten für Energie und Personal, die stärker ausfallen als die Entwicklung der Regionalisierungsmittel und Fahrgeldeinnahmen. Der Bund muss endlich für Planungssicherheit sorgen, die Entwicklung der Trassenpreise bremsen und vor allem ausreichend Regionalisierungsmittel zur Verfügung stellen. Das, was wir in mühevoller Arbeit aufgebaut haben und von den Fahrgästen gut angenommen wird, darf nicht durch falsche Weichenstellungen gefährdet werden.“

Das Monitoring bildet objektiv Struktur und Entwicklung von Angebot und Nachfrage im ÖPNV in Bayern ab. Ein externer Dienstleister hat hierzu auf Basis öffentlich zugänglicher Daten sowie eigener Erhebungen die Entwicklung der Angebote bis 2025 und der Nachfrage bis 2024 erfasst.

Foto:
stmb.bayern – Bernreiter

 

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