Weihnachts- und Neujahrsgrüße von Oberbürgermeister Alexander Putz

Ansprache ab sofort auf der Website der Stadt Landshut abrufbar

Abermals liegt ein Jahr voller Herausforderungen hinter der Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern. Daher ist es Oberbürgermeister Alexander Putz auch zum Ausklang dieses Jahres ein Anliegen, sich an die Landshuterinnen und Landshuter zu wenden. In seinen Weihnachts- und Neujahrsgrüßen blickt er auf die vergangenen zwölf Monate zurück und möchte den Menschen Mut machen. Die 4:40 Minuten lange Videobotschaft ist ab sofort auf der Internetseite der Stadt Landshut unter www.landshut.de zu sehen sowie ab dem Abend des 23. Dezember auch auf der Facebook- und Instagram-Seite der Stadt Landshut.

Liebe Landshuterinnen und Landshuter, liebe Gäste und Freunde unserer Stadt,

Charles Dickens schrieb einst:

Ich werde Weihnachten in meinem Herzen ehren und versuchen, es das ganze Jahr hindurch aufzuheben.

Es ist ein guter Gedanke, den „Geist der Weihnacht“ nicht nur auf drei Festtage im Dezember zu begrenzen. Allerdings ist es im Moment nicht leicht, sich im Alltag ein Gefühl von Frieden, Hoffnung und Geborgenheit zu bewahren.

Denn wer dachte, nach Überwindung der Corona-Pandemie verläuft unser Leben wieder wie bisher, wurde in den vergangenen Monaten eines Besseren belehrt.

Die Erleichterung über das Abflauen der Pandemie wurde überschattet vom Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Seit Februar wird uns immer wieder die dramatische Lage der Menschen in der Ukraine vor Augen geführt ebenso wie die Fragilität der weltweiten Vernetzung. Die Auswirkungen dieses Krieges bekommen tatsächlich Menschen in den unterschiedlichsten Regionen der Welt zu spüren. Auch hier in Deutschland ist jede und jeder persönlich betroffen, etwa durch Inflation oder ansteigende Energiepreise infolge der erwarteten Energieknappheit.

Der städtische Katastrophenschutz hat in den vergangenen Monaten nicht nur ein Konzept im Hinblick auf die Folgen des Klimawandels in Form von Sturzfluten oder anhaltender Trockenheit vorbereitet, sondern auch hinsichtlich Gasmangellagen oder großflächiger, länger währender Stromausfälle, sogenannter Blackouts. Dies sind Szenarien, die wir uns vor einigen Jahren in unseren Breiten nicht vorstellen konnten.

Aber – wir sollten uns vergegenwärtigen, dass auch die Umstände bei Christi Geburt vor mehr als 2000 Jahren schwierig waren: Nazareth und Bethlehem gehörten zu einem von Römern besetzten Landstrich, Maria und Josef waren auf der Reise, um an einer von den römischen Besatzern angeordneten Volkszählung teilzunehmen. Ihr neugeborener Sohn wurde nach biblischer Überlieferung von König Herodes verfolgt, in der Bibel wird vom Kindermord in Bethlehem berichtet, der alle neugeborenen Kinder das Leben kostete.

Vor diesem Hintergrund ist es beeindruckend, dass eine Geburt unter dürftigen Verhältnissen – alltäglich und einzigartig gleichermaßen – als Zeichen der Erlösung und des Neuanfangs verstanden wird, und dass die Weihnachtsbotschaft weltweit bis heute enorme Kraft und Zuversicht verbreitet.

Die Geburt Christi wird als Botschaft des Friedens und der Hoffnung wahrgenommen, und sie berührte schon damals die Menschen von einfachen Schäfern bis hin zu den „Weisen aus dem Morgenland“.

Die Weihnachtsgeschichte thematisiert die Menschlichkeit im Göttlichen. In diesem Sinne Werte, wie Barmherzigkeit, Toleranz, Friedfertigkeit ebenso wie Bescheidenheit und Demut in den Alltag hinüberzuretten, bringt uns wieder zu den anfänglichen Vorsätzen von Charles Dickens.

Wenn uns das trotz der Belastungen und Sorgen gelingt, breitet sich nicht nur Licht und Wärme in unseren eigenen Herzen aus, sondern auch bei Menschen in unserer Umgebung.

Liebe Landshuterinnen und Landshuter,

das vergangene Jahr hat uns allen viel abverlangt. Der schrittweise Neustart nach dem langsamen Abflauen der Pandemie erforderte Flexibilität und Durchhaltevermögen.

Auch heuer müssen Menschen während der Feiertage arbeiten, in Krankenhäusern und Pflegeheimen, bei den Blaulichtorganisationen – viele Einrichtungen und Unternehmen haben Notdienste, die besetzt sein müssen, auch in der Gastronomie wird natürlich gearbeitet. Ihnen allen danke ich für ihre Zuverlässigkeit und ihren Einsatz.

Lassen Sie uns nach vorne schauen, es gilt, viele neue Herausforderungen zu meistern, aber auch – nach den Erfahrungen der vergangenen Monate – uns an dem zu erfreuen, was wir haben und es zu würdigen.

Ihnen Allen wünsche ich gesegnete Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.

Foto:

Stadt Landshut 

Bildtext:

Per Videobotschaft übermittelt Oberbürgermeister Alexander Putz seine Weihnachts- und Neujahrsgrüße an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Landshut.

 

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