Nachbesserungen am Hebammenhilfevertrag greifen zu kurz
Hubert Aiwanger, Landes- und Bundesvorsitzender der FREIEN WÄHLER sowie Bayerischer Wirtschaftsminister, sieht die Nachbesserungen am Hebammenhilfevertrag als nicht ausreichend an:
„Kleine kosmetische Nachbesserungen beim neuen Hebammenhilfevertrag lösen das Problem der Einkommensverluste für die Hebammen noch NICHT! Das muss zwingend bei der Evaluierung berücksichtigt und in einer Neuregelung schnellstmöglich korrigiert werden, nicht erst eventuell 2027 oder 2028. Es ist beschämend für den Spitzenverband der Krankenkassen, die lebenswichtige Berufsgruppe der Hebammen am langen Arm verhungern zu lassen.
Jetzt ist auch die Bundesregierung gefordert, einzugreifen. Ansonsten gerät die Geburtshilfe insbesondere mit den Beleghebammen unter Existenzgefahr und die Landkreise, welche für die Geburtshilfe zuständig sind, müssen einspringen, auch finanziell. Während Milliardenbeträge der Krankenkassen zweckentfremdet eingesetzt werden, ist für die Hebammen kein Geld da. Das ist ein Skandal!“
Nach monatelangen Verhandlungen und Protesten seien zwar erste Verbesserungen bei Vergütung und Bürokratie vereinbart worden. Dennoch bleibe die Lage, insbesondere für freiberufliche Beleghebammen, angespannt.
Aiwanger weiter: „Die Proteste haben schon ein bisschen was bewegt, aber die Hebammen sind immer noch schlechter dran als im alten Vertrag. Wenn man schon behauptet, dass der neue Vertrag so toll wäre, dann lasst die Hebammen doch wählen zwischen altem und neuem Vertrag!“
Die FREIEN WÄHLER Bayern fordern daher eine grundlegende Überarbeitung des Vertrags, um die wirtschaftliche Lage der Hebammen nachhaltig zu verbessern.