„NETZWERK Niederbayern“ – HOCHAUTOMATISIERT und mit gebündeltem WISSEN

Wie das Niederbayern-Forum die Region Niederbayern nach innen und außen aufstellen und als Standort attraktiv halten will

Landshut. Seit 15 Jahren setzt es sich das Niederbayern-Forum zum Ziel, die regionale Identität zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Den aktuellen Stand zu laufenden Projekten und einen Ausblick gab Geschäftsführer Dr. Reinhard Saller im Rahmen der Sitzung der Lenkungsgruppe Regionalmarketing Niederbayern.

In mehreren Projekten arbeitet das Niederbayern-Forum daran, Niederbayern als Ort zu entwickeln und zu vermarkten, der seinen Menschen Heimat und Zukunft bietet. „Wir wollen die Region Niederbayern nach innen und außen attraktiv aufstellen und als Standort zukunftsfähig halten“, sagt Dr. Reinhard Saller. Aus dem Niederbayern-Forum als zentraler Plattform für Regionalmarketing soll eine strategische Standortinitiative werden.

Eines der großen Projekte in der Umsetzung und vom Regionalmanagement des Bayerischen Wirtschaftsministerium gefördert, ist „Netzwerk Niederbayern“. Dieses setzt in vier Themenbereichen auf Vernetzung und Standortkommunikation: Connect Netzwerk Niederbayern (Infrastruktur), Defence Netzwerk Niederbayern (Verteidigung und Sicherheit), Smart Ecosystem Niederbayern (Digitalisierung und KI) sowie Fachkräfte-Netzwerk Niederbayern. Die Umsetzung erfolgt in themenbezogenen Veranstaltungen und zugleich durch die Themenkommunikation, etwa von Initiativen, die es in Niederbayern zu den vier Feldern bereits gibt. „So wollen wir Niederbayern als führenden Bereich oder zumindest als relevanten Mitspieler in zukunftsträchtigen Bereichen positionieren“, erklärt Dr. Saller.

Unterschiedliche Felder zusammenbringen

„Wir ziehen Themen zusammen, bündeln sie, setzen Dinge in Bewegung und brauchen dafür Akteure, die Lust haben, dabei zu sein und mitzumachen“, sagt Dr. Saller und nimmt Bezug auf ein aktuelles Beispiel: Mit dem „Ecosystem Smart Niederbayern“ wurde kürzlich in und mit Unterstützung der Hochschule Landshut und weiteren Akteuren aus Kommunen und Wirtschaft ein neues Netzwerk vorgestellt, das eine bestehende Initiative weiterentwickelt und verstetigt. Auf mehreren Feldern wurden die Themen Digitalisierung und KI beleuchtet. „Es war eine beispielhafte Veranstaltung für das Niederbayern-Forum“, sagt Dr. Saller. „Eine Veranstaltung, bei der man diverse Gruppen zusammenbringt. Nicht in Konkurrenz zu bestehenden regionalen Aktivitäten von Landkreise, Kammern, Stiftungen oder Hochschulen, sondern als Brücke zwischen den einzelnen Feldern.“ Und genau das zeichne das Niederbayern-Forum aus.

Für mehr Sichtbarkeit soll auch ein Filmprojekt sorgen. „Es wird ein Film, der zeigt, wie in Niederbayern gedacht, gearbeitet und vor allem umgesetzt wird – mit Tempo und Macher-Qualitäten. Er zeigt den Stolz nach innen und die Strahlkraft nach außen.“ Dabei steht wiederum der Mensch im Mittelpunkt, die Praktiker und die Wissenschaft. Tradition, Landschaft und Zukunftskraft werden verbunden. „Mit weniger Inszenierung und dafür echter Umsetzung.“

Regional und überregional soll die Marke Niederbayern regelmäßig auf Messen und Veranstaltungen präsentiert werden – als innovativer, lebenswerter und wirtschaftsstarker Standort. Bundesweit wird mit klarer Haltung und inspirierenden Gesichtern auf die rund 130 Botschafterinnen und Botschafter Niederbayerns gesetzt. Ein Symbol für Exzellenz „Made in Niederbayern“ ist beispielsweise Olympiasieger, Weltmeister und Gesamtweltcupsieger Severin Freund. In Freyung geboren, heute bei Landshut daheim, verkörpert Freund Heimatverbundenheit und zeigt, was innere Stärke bedeutet. Als ZDF-Experte ist er Vorbild und Stimme für die Region Niederbayern.

Umfassendes Social-Media-Konzept

Die Kernbotschaften des Netzwerks Niederbayern sollen auf der jeweils passenden Social-Media-Plattform positioniert werden, um so die regionale Identität zu stärken und auch Standortvorteile zu nutzen. Das kanalspezifisch ausgearbeitete Konzept ist umfassend. Dabei setzt das Niederbayern Forum auf einen hochautomatisierten Ansatz in der Themenfindung und Strukturierung, in der auch KI eine Rolle spielt. Themen aus der Region sollen automatisiert abgefragt, strukturiert und kanalspezifisch priorisiert werden. Die finale Themenwahl und der Ausspielkanal werden dann von der Redaktion entschieden. Viel verspricht sich Dr. Saller auch von einem Projekt mit Studierenden der Hochschule Landshut unter der Leitung von Professor Till Krause: Es geht um TikTok für Niederbayern. Umgesetzt von der Zielgruppe selbst.

„Netzwerk Niederbayern“ ist eines von vielen Projekten des Niederbayern-Forums. Ihnen ist allen gemein: „Wir wollen keine Parallelstrukturen schaffen, sondern die Kräfte bündeln, die in Niederbayern bereits vorhanden sind – in Wirtschaft, Kommunen, Wissenschaft und Gesellschaft. Gemeinsam wollen wir die Wettbewerbsfähigkeit der Region langfristig stärken und Niederbayern als attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum weiter profilieren“, fasst Dr. Saller zusammen. Und der Plan geht auf, wie auch die Entwicklung des Netzwerks zeigt: „Die steigenden Mitgliedszahlen des Niederbayern-Forums bestätigen, dass der Bedarf an Austausch, Kooperation und gemeinsamer regionaler Entwicklung wächst“, zeigt sich auch Dr. Olaf Heinrich, Bezirkstagspräsident und 1. Vorsitzender des Niederbayern-Forum e.V., überzeugt.

Im Bild:
Wie das Niederbayern-Forum die Region Niederbayern als Standort attraktiv halten will, stellte Geschäftsführer Dr. Reinhard Saller (4.v.l.) im Rahmen der Sitzung der Lenkungsgruppe Regionalmarketing Niederbayern vor. Mit dabei waren u.a. die Vorsitzenden des Niederbayern-Forums: Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (Mitte) und Regierungspräsident Rainer Haselbeck (5.v.l.).
Foto:
Bezirk Niederbayern, Verena Roider

 

 

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