Erweiterung schafft Raum für 20 zusätzliche Arbeitsplätze – Standort überzeugt insbesondere bei der Gewinnung neuer Fachkräfte
Bischofsmais. Mit der Inbetriebnahme der Außenstelle der Bezirkssozialverwaltung in Bischofsmais betrat der Bezirk Niederbayern Anfang 2022 Neuland: Erstmals wurde ein Teil der Bezirksverwaltung bewusst außerhalb des Verwaltungssitzes in Landshut angesiedelt. Hintergründe waren schon damals der steigende Personalbedarf in der Sozialverwaltung sowie der zunehmende Fachkräftemangel im Raum Landshut, wo sich die Gewinnung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer schwieriger gestaltet. Unter denselben Vorzeichen wird die Außenstelle Bischofsmais nun ausgebaut.
Wie Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich darstellt, erwies sich die Behördenverlagerung in der Sozialverwaltung bisher als voller Erfolg. Die Außenstelle in Bischofsmais entwickelte sich in den vergangenen Jahren hervorragend – insbesondere bei der Personalgewinnung. Zahlreiche Stellen konnten erfolgreich besetzt werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen dabei nicht nur aus dem Landkreis Regen, sondern auch aus dem Landkreis Deggendorf und der umliegend Region. „Unsere dahingehenden Erwartungen haben sich erfüllt“, zeigt sich der Bezirkstagspräsident zufrieden.





Mit weiter kontinuierlich ansteigenden Fallzahlen im Bereich der Sozialleistungen wächst auch der Personalbedarf im Bereich der Sozialverwaltung zunehmend an. Deshalb beschloss der Bezirkstag von Niederbayern, den Standort Bischofsmais auszubauen und am Standort zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Im April wurde nun die Vereinbarung zur Erweiterung mit der Firma Mader unterzeichnet, die bereits den ursprünglichen Neubau errichtet hatte. Der Anbau mit einer Raumfläche von über 250 Quadratmetern soll bis Ende September 2027 fertiggestellt und an den Bezirk übergeben werden. Geplant sind sieben zusätzliche Büroräume samt Nebenflächen für bis zu 20 weitere Arbeitsplätze. Außerdem entstehen im Außenbereich sieben neue Parkplätze.
Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich sieht in der Erweiterung zugleich ein klares Bekenntnis zur Region: „Mit dem Ausbau stärken wir den Standort Bischofsmais dauerhaft und schaffen verlässliche Perspektiven für die Menschen in der Region. Wohnortnahe Arbeitsplätze erhöhen nicht nur die Attraktivität des öffentlichen Dienstes, sondern erleichtern es auch jungen Menschen, sich bewusst für eine Ausbildung in diesem Bereich zu entscheiden.“ Zugleich habe sich gezeigt, dass die Gewinnung und langfristige Bindung qualifizierter Fachkräfte außerhalb des Ballungsraums Landshut derzeit deutlich erfolgreicher gelinge.
Bereits bei der Eröffnung der Außenstelle habe man deutlich gemacht, dass der Bezirk den Standort langfristig entwickeln wolle, betont Dr. Olaf Heinrich: „Schon zur Eröffnung war klar: Der Bezirk setzt dauerhaft auf Bischofsmais. Mit der Erweiterung und den zusätzlichen Arbeitsplätzen bekräftigen wir diesen Anspruch nun sichtbar und schaffen zugleich die Grundlage für weiteres Wachstum.“ Auch Bürgermeister Stefan Kern begrüßte die Erweiterung ausdrücklich und wertete sie als starkes Signal für die Entwicklung der Gemeinde und den gesamten ländlichen Raum.
Zudem wollen die Gemeinde Bischofsmais, der Landkreis Regen und der Bezirk Niederbayern eine bereits erprobte Kooperation im Bereich der Ausbildung wieder aufleben lassen. Ziel sei es, junge Menschen aus der Region frühzeitig für den öffentlichen Dienst zu gewinnen, ohne dass sich die Verwaltungen gegenseitig Fachkräfte abwerben. Auszubildende sollen dabei alle drei kommunalen Ebenen – Gemeinde, Landkreis und Bezirk – kennenlernen und sich wohnortnah beruflich weiterentwickeln können. Dr. Olaf Heinrich betonte dazu: „Wir wollen jungen Menschen Perspektiven in ihrer Heimat eröffnen und zugleich qualifizierten Nachwuchs für den öffentlichen Dienst gewinnen. Gerade im ländlichen Raum liegt großes Potenzial in einer engen kommunalen Zusammenarbeit.“