Malerei, Objekt
17.10. – 08.11.2026
Eröffnung: 16.10. um 19.30 Uhr
Einführung: Ursula Bolck-Jopp, Künstlerin
Beide Künstlerinnen verbindet die Beschäftigung mit der Beziehung Mensch und Natur – Entfremdung und Sehnsucht. Natur wird überhöht, gefürchtet, eingehegt, überformt und romantisiert. In der Natur sehen wir uns aus unterschiedlichen Perspektiven am Ende immer nur selbst.
Ulrike Donié greift das in ihrer Malerei und ihren Installationsarbeiten auf, indem sie Natur assoziierte Formen malt und nachbaut, die in ihrer Wucherartigkeit und Dominanz im Raum das Bedrohliche, den Bruch eingehegter Ordnung thematisieren. Das verwendete Material der Installationen ist Kunststoff und Metall – Nichtnatur … Ulrike Donié arbeitet in ihren Objekten mit der Dynamik dieses Widerspruchs.

Sabine Effinger arbeitet mit Pilzen. Sie werden in diversen Stadien gezeichnet: frisch, in der einsetzenden Vertrocknung, gebunden wie Fleisch in der Vorbereitung zum Kochen, wieder losgelöst. Es geht in der zeichnenden Beobachtung um die Form, die sie im Verwertungsprozess annehmen und die nicht naturgegebenen, sondern durch einen menschlichen Eingriff entstanden ist. Ausgewählte Pilzzeichnungen werden auf mit Lack überzogenen Holztafeln gearbeitet, ein Zitat des Tafelbilds.
Ulrike Donié ist geboren in Saarbrücken und hat an der dortigen Kunstakademie studiert. Sie lebt und arbeitet in Linz am Rhein. Sabine Effinger lebt und arbeitet in München. Ihre künstlerische Ausbildung erfuhr sie bei namhaften Künstlern.
Bildunterschriften:
-Ulrike Donié, Rauminstallation
-Sabine Effinger, O.T., 2015, Kreide auf Tafellack
Fotos: Kunstverein Landshut, Herrngasse 375, 84028 Landshut
Öffnungszeiten Do – So 14 – 17 Uhr