K R A F T schöpfen mit HUMOR

KlinikClowns besuchen Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich

Landshut. Mit einer ganz besonderen Medizin gegen Schmerzen, Angst und Einsamkeit sind die KlinikClowns Bayern unterwegs: Humor. Seit mehr als zehn Jahren unterstützt der Bezirk Niederbayern ihre Besuche in Kinderkliniken, Pflegeheimen und Hospizen. Auch für 2026 bewilligte der Kultur-, Jugend- und Sportausschuss Fördermittel in Höhe von 10.000 Euro. Das nahmen Andrea Andrade von den KlinikClowns und Clown „Muck“ zum Anlass, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich in der Landshuter Bezirksverwaltung zu besuchen.

„Ich habe den schönsten Bürojob der Welt“, sagte Andrea Andrade, die bei den KlinikClowns für Verwaltung und Fundraising zuständig ist. Immer wieder erlebe sie, welche Wirkung die Clowns bei den Menschen entfalten. „Wenn ein Kind nach langer Zeit wieder lacht oder ein Senior nach Jahren der Lethargie plötzlich aufblüht, dann merkt man, dass Humor viel mehr bewirken kann als nur einen schönen Moment. Diese positiven Effekte halten oft weit über die eigentliche Clownsvisite hinaus an.“

„Wer KlinikClown werden möchte, braucht Idealismus und Ausdauer“, sagte Muck. Nach einem Casting folgen Workshops, Einarbeitung und Probezeit, bevor man professionell in den Einsatz geht. Doch das allein reiche nicht aus. „Bei kranken oder pflegebedürftigen Menschen braucht es vor allem Sensibilität, Spontanität und Einfühlungsvermögen. Man muss sich immer auf den Menschen und die jeweilige Situation einstellen.“ Ein großes Repertoire helfe zwar, entscheidend sei jedoch die Fähigkeit zur Improvisation.

Die Arbeit könne emotional fordernd sein. „Als KlinikClown bekommt man unmittelbare Rückmeldungen. Manchmal erlebt man große Freude, manchmal aber auch Ablehnung.“ Gerade zu Beginn sei ihm das schwergefallen. Heute gehe er gelassener damit um. „Natürlich respektieren wir, wenn jemand keinen Besuch möchte. Aber manchmal verfehle ich beim Hinausgehen ganz zufällig die Tür – und plötzlich huscht doch ein Lächeln übers Gesicht. Wenn wir zwei Wochen später wiederkommen, lassen sich viele dann auf uns ein.“

Bei Besuchen in Kinderkliniken trägt Muck oft einen Arztkittel. „Ich beginne gerne mit einer kleinen Arztpersiflage“, erzählte er. So werde aus dem weißen Kittel, der für viele Kinder mit Angst verbunden ist, ein Symbol für Humor und Menschlichkeit. Dass viele Ärztinnen und Ärzte den Spaß mitmachen und sogar selbst Teil der kleinen Inszenierung werden, freue ihn besonders.

„Unsere Clowns sind in Zweierteams in 30 bayerischen Kinderkliniken unterwegs“, erklärte Andrea Andrade. Die meisten Einsätze fänden jedoch in Pflegeheimen statt. Insgesamt besuchen die KlinikClowns regelmäßig 125 Einrichtungen in ganz Bayern. „Dass wir so viele Menschen erreichen können, verdanken wir unseren Spenderinnen und Spendern sowie langjährigen Förderern. Deshalb gilt unser herzlicher Dank auch dem Bezirk Niederbayern für seine kontinuierliche Unterstützung.“

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich betonte den hohen Wert dieser Arbeit: „Ich bin überzeugt, dass jeder Euro der Förderung bei den KlinikClowns bestens investiert ist. Lachen schenkt Lebensmut, Zuversicht und Lebensfreude. Das lässt sich zwar kaum messen, ist für die betroffenen Menschen aber von unschätzbarem Wert.“

Im Bild (v. l.): Veronika Keglmaier, Kulturreferentin des Bezirks Niederbayern, Andrea Andrade und „Muck“ von den KlinikClowns Bayern, und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich
Foto:
Bezirk Niederbayern, Sabine Bäter

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