Wenn wenige Sekunden entscheiden können

Ersthelfer der FF Ergolding am Defibrillator geschult

Bei einem plötzlichen Herzstillstand kann jeder Moment über Leben und Tod entscheiden. Damit sie bei einem solchen Horror-Szenario umgehend Hilfe leisten können, haben sich verschiedene Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Essenbach als Ersthelfern bei Herzstillstand und Defi-Zubringer schulen lassen und unter anderem den sicheren Umgang mit Defibrillator und Herzdruckmassage erlernt.

Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Jürgen Königer, zeigte im Zuge der Schulung praxisnah, wie die Feuerwehrler mit dem Defibrillator umgehen müssen, damit sie in Notfällen in ihrem Gemeindebereich schnelle, wertvolle Hilfe leisten können. Seit 01. August 2022 können sie ihre Kenntnisse auch im Ernstfall bei ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern anwenden.

Für Gemeinden wie Ergolding wurde das Projekt „Defi-Zubringer“ ins Leben gerufen. Durch ihre Ortsnähe werden die Aktiven im Regelfall einige Minuten vor Notarzt und Rettungsdienst an der Einsatzstelle eintreffen, die zentral stationiert sind. Diese wenigen Augenblicke können aber womöglich über den Tod oder das Weiterleben des Patienten entscheiden.

Nach Eingang des Notrufs unter der 112 alarmiert der Disponent der Integrierten Leitstelle sofort Rettungswagen und Notarzt. Zeitgleich wird nun aber auch die örtliche Feuerwehr benachrichtigt, die mit Herzdruckmassage und Anlage des Defibrillators den Patienten erstversorgt, bis die medizinischen Kräfte die Behandlung des Patienten vor Ort übernehmen können.

Die Feuerwehren Wörth, Bodenkirchen, Furth, Essenbach, Jesendorf, Bruckberg, Gündlkofen, Baierbach, Attenhausen, Stollnried, Aham und Geisenhausen haben sich ebenfalls bereits an dem Projekt beteiligt. Weitere Feuerwehren wollen sich diesem guten Beispiel anschließen.

Bildunterschrift: Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Jürgen Königer (links), wies die Aktiven der FF Ergolding im Umgang mit dem Defibrillator ein.

Foto: FF Ergolding

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