Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger gratuliert Wilhelm Ostermeier zum 100.
Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger hat im AWO-Seniorenheim Wilhelm Ostermeier zu seinem 100. Geburtstag gratuliert. Bescheidenheit, neidloser Respekt vor dem Anderen sowie Achtung vor dessen Hab und Gut, Redlichkeit, Schaffensfreude und Zufriedenheit sind laut Ostermeier Merkmale, mit denen man gut durch das Leben kommt.
Nach der sieben Jahre dauernden Volksschule fand Ostermeier, Sohn eines Reichswehr-Soldaten und einer Dienstmagd, als Stallbub bei einem Bauern seine neue Heimat. Anfang 1941 begann er eine Lehre als Schreiner. Noch vor Ende der Lehrzeit wurde er gemustert und nach bestandener Gesellenprüfung zog man ihn zum Reichsarbeitsdienst ein. Im November 1943 wurde er zur Wehrmacht einberufen und im Februar 1945 bekam er den Marschbefehl nach Königsberg. Nach der Kapitulation kam Ostermeier bis zum 19. Juni 1949 in russische Kriegsgefangenschaft.
Nach der Rückkehr in die Heimat arbeitete er bei der Isarmühle in Landshut. 1952 lernte er seine spätere Frau Irmgard kennen und 1953 folgte die Hochzeit. Im Oktober 1956 trat er der neu gegründeten Bundeswehr bei. Nicht nur dort, sondern auch beim Bau des Eigenheims in Achdorf half sein handwerkliches Geschick. Nach Stationierungen in Koblenz und München kam 1967 die Letztverwendung als Wallmeister beim Verteidigungsbezirkskommando 66 in Landshut. Nach seiner Zurruhesetzung 1979 widmete sich das Ehepaar Ostermeier dem Ehrenamt. Wie schon beide ab den 50er Jahren für mehr als 20 Jahre beim Trachtenverein Almenrausch Edelweiß Landshut, übernahm Wilhelm Ostermeier ab 1982 Verantwortung in der Vorstandschaft der Krieger- und Soldatenkameradschaft Landshut-Achdorf.
Nach dem Verkauf des Anwesens zogen beide in das AWO-Seniorenheim. 2023 feierten sie nach 70 Jahren Ehe das Fest der „Gnadenhochzeit“. Beide wünschen sich noch etwas gemeinsame Zeit in Zufriedenheit.