Wenn EISEN glüht und GESCHICHTE lebendig wird

Schmied Gustav Goldschmidt zeigt am 12. April im Freilichtmuseum Massing ein uraltes Handwerk

Massing. Wenn Gustav Goldschmidt den Hammer hebt, wird schnell deutlich, warum das Schmiedehandwerk bis heute eine solche Faszination ausübt. Goldschmidt, Kunstschmied aus Prienbach bei Stubenberg, arbeitet in der „Schmiede Prienbach“ und ist seit Jahren auch als Kursleiter aktiv.

Am Sonntag, 12. April 2026, kommt er ins Freilichtmuseum Massing und zeigt dort im Heilmeierhof das traditionelle Schmieden. Der Termin ist Teil des bayernweiten „Tags der Bayerischen Freilichtmuseen“, der heuer unter dem Leitgedanken „Was nachher hält“ steht. Auf der Museumsseite ist für diesen Tag in Massing außerdem ein umfangreiches Programm angekündigt.

Der Schmied war früher in jedem Ort ein angesehener Handwerker – und zugleich eine Figur, die immer auch etwas Geheimnisvolles umgab. Das hatte mit seiner besonderen Arbeit zu tun: Im offenen Feuer verwandelte er Eisen in Werkzeuge, Beschläge, landwirtschaftliche Geräte, Hufeisen – und bei Bedarf eben auch in Waffen. Museale Darstellungen zum Berufsbild des Schmieds betonen bis heute seine zentrale Stellung für die ländliche Wirtschaft und sein hohes gesellschaftliches Ansehen.

Gerade deshalb dürfte die Vorführung im Freilichtmuseum auf besonderes Interesse stoßen. Wenn glühendes Eisen unter dem Hammer Form annimmt, wird aus Geschichte plötzlich etwas sehr Gegenwärtiges. Das alte Handwerk lässt sich dabei nicht nur beobachten, sondern in seiner ganzen Wucht und Präzision erleben – und genau das macht den Reiz solcher über Museumstage aus, für Erwachsene ebenso wie für junge Museumsbesucher

Alle Informationen rund um das Freilichtmuseum Massing gibt es unter www.freilichtmuseum.de. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Foto:
Corinna Traunthaler

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