WELTBIENENTAG: Ruth Müller fordert VORBEREITUNG auf neue BEDROHUNG für Bayerns BIENENVÖLKER

Imkereipolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion stellt Berichtsantrag zur Tropilaelaps-Milbe

Zum Weltbienentag am 20. Mai macht die niederbayerische SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller auf eine neue Gefahr für Bayerns Bienenvölker aufmerksam. Mit einem Berichtsantrag, der noch vor der Sommerpause im Landwirtschaftsausschuss behandelt werden soll, fordert sie die Staatsregierung auf, umfassend über die drohende Ausbreitung der Tropilaelaps-Milbe und über notwendige Schutzmaßnahmen zu berichten. „Bienen sind unverzichtbar für unsere Landwirtschaft, für die Artenvielfalt und für die Ernährungssicherheit. Wer die Bienen schützt, schützt damit auch unsere heimische Landwirtschaft und unsere Lebensgrundlagen“, betont die imkereipolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.

Nach Einschätzung des Instituts für Bienenkunde und Imkerei in Veitshöchheim könnte die ursprünglich aus Asien stammende Tropilaelaps-Milbe bereits in den nächsten zwei Jahren Bayern erreichen. Expertinnen und Experten halten sie für noch gefährlicher als die bekannte Varroa-Milbe. Sie befällt die Brut, verursacht schwere Schäden an den Puppen und schwächt ganze Bienenvölker erheblich. „Wir dürfen nicht warten, bis die ersten Völker zusammenbrechen. Jetzt ist die Zeit, Wissen zu bündeln, Frühwarnsysteme aufzubauen und unsere Imkerinnen und Imker bestmöglich vorzubereiten“, betont Ruth Müller.

In ihrem Antrag fordert die Abgeordnete unter anderem Auskunft über den Austausch mit dem Friedrich-Löffler-Institut. Außerdem möchte sie wissen, welche Erkenntnisse bezüglich Gefahrenpotenzial und Schutzmaßnahmen aus bereits betroffenen Ländern weiterhelfen könnten. Auch über Schulungen für Imkerinnen, Imker und weiteres Fachpersonal, Informationskampagnen, mögliche Entschädigungsregelungen sowie strengere Kontrollen beim internationalen Bienenhandel müsste man diskutieren und diese Punkte dann baldmöglichst umsetzen.

Müller hebt hervor, dass die rund 42.000 Imkerinnen und Imker in Bayern einen unschätzbaren Beitrag zum Natur- und Artenschutz leisten. Ohne ihre Arbeit wären viele Obst- und Gemüsekulturen, aber auch zahlreiche Wildpflanzen in ihrem Bestand gefährdet. Der Weltbienentag erinnere daran, wie eng Naturschutz, Landwirtschaft und Ernährung miteinander verbunden sind. Deswegen fordert sie ein entschlossenes Handeln: „Bienen brauchen mehr als warme Worte. Sie brauchen eine Politik, die Risiken früh erkennt und konsequent handelt.“

Foto:
Johannes Lohmaier

 

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