Auftaktveranstaltung für die neue Amtszeit der Senioren- und Behindertenbeauftragten im Landkreis Landshut
Unter dem Motto „Ankommen. Vernetzen. Wirken.“ begrüßte das Landratsamt Landshut kürzlich rund 40 neu bestellte sowie erfahrene ehrenamtliche Senioren- und Behindertenbeauftragte aus den Kommunen des Landkreises zu einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung. Ziel des Nachmittags war es, die Teilnehmenden auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorzubereiten, den Austausch untereinander zu fördern und Impulse für die kommunale Praxis zu geben.
Landrat Alfred Holzner dankte den ehrenamtlichen Senioren- und Behindertenbeauftragten für ihre Bereitschaft, Verantwortung in ihren Gemeinden zu übernehmen und sich für die Belange ihrer Mitmenschen einzusetzen. Er betonte die große Bedeutung ihres Engagements angesichts des demografischen Wandels und des gemeinsamen Ziels, die Lebensqualität älterer Menschen sowie von Menschen mit Behinderung nachhaltig zu sichern. Gleichzeitig sicherte er den Beauftragten die Unterstützung des Landkreises zu. Die Fachstellen im Landratsamt stünden ihnen mit Beratung, Vernetzungsangeboten und fachlicher Begleitung zur Seite.
Wie diese Unterstützung konkret aussieht, erläuterten die Seniorenbeauftragte Elisabeth Strasser und die Behindertenbeauftragte Linda Pilz. Sie begleiten die Gemeinden unter anderem mit Information und Beratung, organisieren Vernetzungstreffen und Fortbildungen und unterstützen bei der Umsetzung gemeindebezogener Projekte. Ob Nachbarschaftshilfe, Quartiersarbeit, Runder Tisch „Soziales“ oder Barrierefreiheit – für all diese und viele weitere Themen stehen die Fachstellen den ehrenamtlichen Beauftragten als Ansprechpartner zur Verfügung.
Nach einer Einführung in Rolle und Aufgaben der kommunalen Senioren- und Behindertenbeauftragten stand das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. Mithilfe einer Kontaktkarte des Landkreises und eines Kennenlern-Bingos kamen die Teilnehmenden schnell miteinander ins Gespräch und knüpften erste Kontakte. Diese Vernetzung bildet eine wichtige Grundlage für den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg.
Als fachliche Basis für ihre Arbeit wurden anschließend das Seniorenpolitische Gesamtkonzept des Landkreises Landshut sowie der Aktionsplan Inklusion für die Region Landshut vorgestellt. Beide Konzepte enthalten zahlreiche Maßnahmenempfehlungen, um die Gemeinden im Landkreis zu sorgenden Gemeinschaften weiterzuentwickeln. Dabei sind die Kommunen die wichtigsten Umsetzungspartner.
In zwei praxisorientierten Workshops entwickelten die Teilnehmenden konkrete Ideen für ihre künftige Arbeit. Im Workshop „Gut vernetzt in der Gemeinde“ erarbeiteten sie Strategien, um ihre Tätigkeit vor Ort sichtbarer zu machen und wichtige Netzwerkpartner zu gewinnen. Im zweiten Workshop „Was vor Ort gelingt“ stellte Martin Schachtl, Seniorenbeauftragter der Gemeinde Buch am Erlbach, das seniorengerechte Quartiersmanagement sowie das Bürgerprojekt „Bucher kochen für Bucher“ als gelungene Praxisbeispiele vor.