GERLACH setzt sich für mehr PRÄVENTION gegen starkes ÜBERGEWICHT ein

Bayerns Gesundheitsministerin zum Welt-Adipositas-Tag: Wichtig sind ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung von Kindheit an

Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach setzt sich für mehr Prävention gegen starkes Übergewicht (Adipositas) ein. Gerlach betonte am Mittwoch anlässlich des Welt-Adipositas-Tages am 4. März: „Starkes Übergewicht bedeutet eine körperliche und psychische Belastung für die Betroffenen. Es kann auch zu Folgeerkrankungen führen. Wichtig sind deshalb ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung bereits im frühen Kindesalter.“

Gerlach erläuterte: „Im Jahr 2024 waren rund 1,1 Millionen der gesetzlich Versicherten in Bayern von Adipositas betroffen – ungefähr so viele wie in den Vorjahren. Die Folge sind direkt im Gesundheitssystem anfallende Krankheitskosten von schätzungsweise rund 197 Millionen Euro pro Jahr allein in Bayern.“

Die Ministerin ergänzte: „Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit waren bei der Schuleingangsuntersuchung für das Schuljahr 2023/24 in Bayern 3,6 Prozent der untersuchten Kinder stark übergewichtig, weitere 4,9 Prozent waren übergewichtig. Bei den Erwachsenen sind laut letztem Mikrozensus etwa 15 Prozent stark übergewichtig, weitere rund 35 Prozent übergewichtig. Im zeitlichen Verlauf zeigt sich bei den adipösen Erwachsenen seit 2009 eine leichte Zunahme.“

Gerlach unterstrich: „Eines der Ziele in unserem Masterplan Prävention für Bayern ist es, Übergewicht und Adipositas zu verringern. Dabei wollen wir insbesondere der Zunahme von Adipositas im Lebensverlauf entgegenwirken, um Folgeerkrankungen vorzubeugen. Dafür müssen wir in vielen gesellschaftlichen Bereichen zusammenwirken – zum Beispiel mit leicht erreichbaren Bewegungsangeboten und bei gesundem Essen in Einrichtungen wie Kitas, Schulen, Kliniken oder Seniorenheimen.“

Adipositas ist eine chronische Erkrankung. Zur Prävention und Therapie gibt es medizinische Leitlinien. Adipositas ist zudem ein Risikofaktor für verschiedene chronische Erkrankungen wie Diabetes Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie einzelne Krebsleiden und geht mit einem höheren Sterblichkeitsrisiko insgesamt einher. Statistisch führt eine Adipositas je nach Schweregrad zu einer Reduzierung der Lebenserwartung um zwei bis zehn Jahre.

Gerlach betonte: „Umso wichtiger ist es, die Betroffenen zu unterstützen. Außerdem ist es mir ein Anliegen, der Stigmatisierung, die übergewichtige Menschen nicht selten erfahren, entschieden entgegenzuwirken.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Wenn schon in jungen Jahren die Weichen für eine gesundheitsförderliche Lebensweise gestellt werden, kann damit der Entwicklung von Übergewicht und seinen Folgeerkrankungen vorgebeugt werden. Eine Adipositas im Kindesalter bleibt nämlich häufig auch im Erwachsenenalter bestehen. Knapp die Hälfte der im Grundschulalter untersuchten Kinder mit starkem Übergewicht waren auch noch fast zehn Jahre später übergewichtig. Gesunde Ernährung und Freude an Bewegung sollten einem Kind vorgelebt werden – am besten, die ganze Familie macht mit!“

Weitere Informationen gibt es auch unter:

www.stmgp.bayern.de/vorsorge/gesund-leben/,

www.adipositas-gesellschaft.de, www.kompetenznetz-adipositas.de

Foto: stmgp.bayern

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