Abschied
Menschen hasten, koffertragend,
rings im Trubel, Neonlicht;
und ein Paar hält sich am Bahnhof
bei der Hand, und merkt dies nicht.
Nebenan klingt frohes Lachen;
Abschied nehmen heißt es hier,
welche zärtliche Umarmung
und den letzten Kuss von ihr.
Türen werden zugeschlagen,
Pfiffe gellen durch die Nacht,
bunte Lampen, Lichtsignale,
und der Zeiger rückt auf Acht.
Ächzend setzen in Bewegung
sich die Wagen, angereiht;
auf dem Bahnsteig wird es ruhig,
schnell dreht sich das Rad der Zeit.
Einmal, noch zum letzten Male,
winken mit dem Taschentuch,
dann entschwindet unaufhaltsam
die Geliebte mit dem Zug.
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