Der Hospizverein Landshut e.V. war gemeinsam mit dem Bayerischen Hospiz- und Palliativbündnis Gastgeber eines Treffens der bayerischen Hospiz- und Palliativnetzwerke.
Vertreterinnen und Vertreter aus ganz Bayern kamen zusammen, um die Zukunft der regionalen Zusammenarbeit in der Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen weiterzuentwickeln.
Die Veranstaltung wurde vom Bayerischen Hospiz- und Palliativbündnis initiiert und durch die Förderung der Paula Kubitscheck-Vogel-Stiftung ermöglicht. Im Mittelpunkt standen zentrale Fragen zur Gestaltung leistungsfähiger Netzwerke: Wie können Kooperationen auf Augenhöhe entstehen? Wie werden aus guten Ideen tragfähige Projekte? Und wie gelingt es, unterschiedliche Perspektiven zu bündeln und in eine produktive Zusammenarbeit zu überführen?
Teilnehmende aus den Regionen Neumarkt in der Oberpfalz, Fürth, Landshut, Weißenburg-Gunzenhausen, Traunstein, Berchtesgadener Land, Regensburg, Kaufbeuren, Ingolstadt, München, Schweinfurt, Weiden, Aichach-Friedberg und Freising nutzten die Gelegenheit zum intensiven Austausch. Veronika Schönhofer-Nellessen, Geschäftsführerin des Palliativen Netzwerks für die Region Aachen, begleitete das Treffen mit ihrer fachlichen Expertise.
Als Gastgeber vor Ort unterstützte der Hospizverein Landshut e. V. die Veranstaltung. Der 1. Vorsitzende Kunibert Herzing betonte die Bedeutung regionaler Zusammenarbeit für die Versorgung am Lebensende: „Das Treffen in Landshut zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Menschen und Institutionen ihre Kräfte bündeln. Eine gute Hospiz- und Palliativversorgung lebt von starken Netzwerken, gegenseitigem Vertrauen und dem gemeinsamen Ziel, Menschen am Lebensende bestmöglich zu begleiten.“
Der Austausch machte deutlich, welche Bedeutung die inzwischen 23 bayerischen Hospiz- und Palliativnetzwerke für die regionale Versorgung haben. Sie zeigen, wie Kommunen, Krankenkassen, Hospizvereine, Pflegedienste, Kliniken und weitere Akteure gemeinsam Verantwortung übernehmen und eine verlässliche Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase ermöglichen.
Die zuständige Referentin beim Bayerischen Hospiz- und Palliativbündnis Sigrid Altweck sieht darin zugleich den klaren Auftrag für die Zukunft: Noch mehr Regionen in Bayern sollen ermutigt werden, eigene Hospiz- und Palliativnetzwerke aufzubauen. Landshut hat als Gastgeber gemeinsam mit dem Bayerischen Hospiz- und Palliativbündnis ein starkes Zeichen gesetzt, dass Zusammenarbeit, Vernetzung und gegenseitige Unterstützung die Grundlage für eine zukunftsfähige hospizliche und palliative Versorgung sind.
BU: Kunibert Herzing, 1. Vorsitzender des Hospizvereins Landshut (erster von links), Sigrid Altweck, Bayerisches Hospiz- und Palliativbündnis (obere Reihe, vierte von rechts) sowie Netzwerkkoordinationen aus den verschiedenen Regionen in Bayern
Bild: Sigrid Altweck