BAURECHT für die Ortsumgehung WEIHMICHL (B 299)

Keine Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss 

  • 4,9 Kilometer lange Umgehung bringt erhebliche Entlastung für Anwohner
  • Staatliches Bauamt treibt Bauvorbereitung voran
  • Verkehrsminister Bernreiter: „Hervorragende Nachricht“

Der Bau der Ortsumgehung Weihmichl im Verlauf der B 299 ist einen großen Schritt vorangekommen: Der Planfeststellungsbeschluss wurde innerhalb der Frist nicht beklagt. Die 4,9 Kilometer lange Strecke hat damit bestandskräftiges Baurecht erlangt. „Was lange währt, wird endlich gut! Das ist eine hervorragende Nachricht für die Anwohner und die gesamte Region“, freut sich Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter: „Die Umgehung bringt den Verkehr aus der Ortschaft raus, sorgt so für Entlastung und zudem für eine bessere Anbindung ans überregionale Netz. Ich werde mich mit aller Kraft dafür einsetzen, dass der Bund die Finanzierung so schnell wie möglich sicherstellt und die Bauarbeiten beginnen können.“ Um startklar zu sein, treibt das Staatliche Bauamt Landshut deshalb schon die Bauvorbereitung für die Maßnahme voran.

Die Regierung von Niederbayern hatte das Planfeststellungsverfahren Ende 2018 eingeleitet. Durch umfangreiche Planänderungen wurde das Projekt im weiteren Verfahren optimiert. So entlastet etwa eine zusätzliche Anschlussstelle die Nachbargemeinde Furth verkehrlich.

Die B 299 führt von Neumarkt in der Oberpfalz über Neustadt an der Donau und Landshut nach Altötting. Sie verbindet die Industrie- und Raffineriezentren bei Ingolstadt und Neustadt mit dem südostbayerischen Raum und weiter mit dem Chemiedreieck Altötting – Burghausen – Töging. Nördlich von Landshut übernimmt die B 299 neben der Anbindung an den Wirtschaftsstandort Landshut insbesondere auch eine wichtige Zubringerfunktion zu den Autobahnen A 92 und A 93. Entsprechend hoch ist auch das Verkehrsaufkommen mit rund 1.000 Lkw pro Tag, davon viele Tanklastzüge. Die Bundesstraße ist zwischen Landshut und Neustadt auf weite Strecken bereits ausgebaut. Was noch fehlt, ist der zehn Kilometer lange Abschnitt zwischen Arth und Oberneuhausen, der durch vier Ortschaften führt. Die rund 4,9 Kilometer lange Ortsumgehung Weihmichl mit neun Bauwerken und fast einem Kilometer Lärmschutzwänden schließt die Hälfte der Ausbaulücke. Die Investitionssumme liegt bei rund 45 Millionen Euro, die reine Bauzeit wird etwa drei Jahre betragen.

Die Trasse schwenkt bei Arth von der bestehenden B 299 ab und führt dann in einem weiten Bogen im Südwesten um Arth und Weihmichl herum. Zwischen Arth und Rannertshofen nutzt sie auf rund zwei Kilometern die bestehende Strecke der Staatsstraße 2049. Im Zuge der Bundesmaßnahme werden in diesem Abschnitt auch die bislang schlechten Straßenverhältnisse der stark frequentierten Staatsstraße behoben – etwa die enge Linienführung mit vielen Kurven sowie die zahlreichen Einmündungen und Kreuzungen. Dadurch verbessern sich sowohl die Verkehrssicherheit als auch die Leistungsfähigkeit der Strecke deutlich.

Die geplante Weiterführung der B 299 bis Oberneuhausen soll in einem späteren Planfeststellungsabschnitt umgesetzt werden. Beide Maßnahmen sind im Bundesverkehrswegeplan in den vordringlichen Bedarf eingestuft.

Foto: stmb.Bayern

 

weitere Beiträge