Landkreis-CSU unterstützt Geothermieprojekt in Altdorf

Die CSU im Landkreis Landshut hat sich kürzlich über das wegweisende Geothermieprojekt in Altdorf im Rahmen seiner Energietour informiert. Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Florian Oßner bezeichnete das Projekt als beispielhaft und forderte, dass es als Modell für ganz Bayern dienen sollte. Um dieses Anliegen bei der Bayerischen Staatsregierung zu vertreten, plant der Kreisverband einen gemeinsamen Termin mit Ministerpräsident Markus Söder.

Das Geothermieprojekt in Altdorf soll in erster Linie zur Energiegewinnung für Heizungen genutzt werden. Auch eine Beteiligung der Stadt Landshut ist seit längerem im Gespräch. Die geothermische Energie bietet eine nachhaltige und umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen und trägt zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei. Durch die Nutzung dieser lokalen Ressource können die Altdorfer ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die CSU setzt sich daher für eine verstärkte Unterstützung und Förderung des Geothermieprojekts ein, um die Energiewende voranzutreiben und nachhaltige Lösungen für die regionale Energieversorgung zu schaffen.

Ungewöhnlich hohe Temperaturen

Helmut Maier, Kreisrat und ehemaliger Bürgermeister, erklärte kurz die Entstehungsgeschichte der Geothermie in Altdorf. Bereits in den 70er Jahren wurden bei Trinkwasserbohrungen ungewöhnlich hohe Temperaturen festgestellt. Um das Potenzial weiter zu untersuchen, führten das Bayerische Geologische Landesamt und das Wasserwirtschaftsamt Forschungsbohrungen durch und erteilten eine Aufsuchungserlaubnis im Römerfeld.

Seitdem hat die Kommunalpolitik viele Anstrengungen unternommen, um das Geothermieprojekt umzusetzen. In der Diskussion brachte die Bezirksrätin und Bürgermeisterin Monika Maier aus Bodenkirchen den Vorschlag ein, dass Projekte wie die Geothermie in Altdorf in kommunalem Eigentum bleiben sollten. Schließlich gehe es um die Wärmeversorgung vor Ort, die auch öffentlich genutzt werden könne.

Albert Stuber, Energieberater und CSU-Ortsvorsitzender in Altdorf, informierte die Teilnehmer über verschiedene Fördermöglichkeiten. Das Programm „Bundesförderung für effiziente Wärmenetze“ bietet Unterstützung für Machbarkeitsstudien und den Bau von Wärmenetzen. Hausbesitzer können auch von Förderungen für den Heizungstausch profitieren. Gemäß dem neuen umstrittenen Gebäudeenergiegesetz müssen die Kommunen ein kommunales Nah- und Fernwärmekonzept erstellen. Dies betrifft auch Altdorf und andere Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnern bis 2028. Oßner sieht diesen Vorstoß der SPD/Grüne/FDP-geführten Ampelkoalition kritisch: „Anstatt den Kommunen weitere bürokratische Auflagen zu machen, braucht es handfeste Unterstützung für weit fortgeschrittene Projekte, wie die Geothermie in Altdorf“, so Oßner.

Bildunterschrift:
Die CSU-Kreisvorstandschaft mit Florian Oßner MdB an der Spitze (4.v.l.) unterstützt die Geothermie in Altdorf.
Foto:
Maria Rohrmeier

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